Tötungsdelikt von Balzers vor der Aufklärung?

Im Fall des Tötungsdelikts im liechtensteinischen Balzers von Anfang April ist möglicherweise die Leiche des mutmasslichen Täters gefunden worden.

Polizisten am Rheinufer auf der Suche nach Spuren.

Bildlegende: Am Rheinufer in Ruggell stiess die Polizei im Verlauf der Suche auf verschiedene Gegenstände des Vermissten. SRF/Archiv

Knapp fünf Monate nach dem mysteriösen Tötungsdelikt in der Tiefgarage einer Privatbank in Balzers (FL) scheint Licht ins Dunkel gekommen zu sein. Ein Bodensee-Fischer fand am späten Morgen eine leblose im Wasser treibende Person.

Die an der Leiche gefundenen Schmuck- und Bekleidungsstücke deuteten darauf hin, dass es sich um den Tatverdächtigen im Mordfall von Balzers handeln könnte, teilte die Landespolizei in Vaduz mit.

Obduktion soll Klarheit schaffen

Definitiv identifiziert sind die gefunden sterblichen Überreste noch nicht. Eine Obduktion wurde von den deutschen Behörden angeordnet. Für die weiteren Ermittlungen und die Identifizierung sind die Behörden in Deutschland zuständig.

Die Polizei im Fürstentum schrieb den mutmasslichen Todesschützen am 7. April international zur Fahndung aus. Der ehemalige Fondsmanager wird verdächtigt, an jenem Montag, morgens kurz nach sieben Uhr, den Chefbanker Jürgen Frick in der Tiefgarage der Privatbank Frick in Balzers mit drei Schüssen getötet zu haben.

Der 58 Jahre alte Täter und das 48-jährige Opfer standen früher in geschäftlicher Beziehung zueinander. Nach der Tat flüchtete der Verdächtige in einem Kleinwagen von der südlichsten Liechtensteiner Gemeinde Balzers in die nördlichste, nach Ruggell. Dort verlor sich seine Spur am Rhein.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Todesschütze unterschätzt?

    Aus Schweiz aktuell vom 8.4.2014

    Im Fürstentum Liechtenstein ist die Verunsicherung nach der gestrigen Gewalttat gross. Vom Täter fehlt noch immer jede Spur. Es ist unklar, ob er noch lebt. Klar ist: Er war seit langem für seine Drohungen bekannt. Die Polizei nimmt Stellung zu den Vorwürfen, sie habe die Bedrohung unterschätzt.

  • Banker erschossen

    Aus Schweiz aktuell vom 7.4.2014

    Im Fürstentum Liechtenstein ist ein 48-jähriger Banker in der Tiefgarage einer Bank erschossen worden. Der mutmassliche Täter führt seit Jahren einen Feldzug gegen mehrere Banken und den Staat. Die Polizei geht davon aus, dass er Suizid begangen hat.