Tote nach schweren Unwettern in der Toskana

Nach den Überschwemmungen in Norditalien wird nun auch die Toskana von heftigen Niederschlägen heimgesucht. Südlich von Florenz starben zwei ältere Frauen – ihr Auto wurde von einem Fluss mitgerissen. Mehrere Dutzend Menschen wurden evakuiert.

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Land unter in der Toskana (unkommentiert)

0:59 min, vom 15.10.2014

In der Toskana sind zwei ältere Frauen bei schweren Unwettern ums Leben gekommen. Das Auto der beiden Schwestern wurde offenbar von den Wassermassen eines über die Ufer getretenen Flusses mitgerissen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Das Unglück ereignete sich in der Nähe der Stadt Grosseto südlich von Florenz. Die Einsatzkräfte waren am Abend noch auf der Suche nach möglichen weiteren Opfern.

Warnmeldungen per SMS

In der Region wurden 28 Menschen per Helikopter in Sicherheit gebracht. Ein gewaltiger Wolkenbruch mit heftigen Niederschlägen hatte die Region am späten Dienstagnachmittag getroffen. Zahlreiche Strassen waren unpassierbar. In der Ortschaft Orbetello wurden die Bewohner per SMS dazu aufgefordert, sich in höheren Stockwerken ihrer Häuser in Sicherheit zu bringen.

Auto kämpft sich durch Wassermassen

Bildlegende: In den vorangegangenen Tagen waren auch in Parma Strassen unpassierbar. SRF

Lage in Parma etwas entspannter

In den vergangenen Tagen hatten schwere Unwetter und Überschwemmungen im Norden Italiens grosse Schäden angerichtet. In Genua war ein Mensch ums Leben gekommen. Besonders stark betroffen waren die Gemeinden Gavi und Arquata im Piemont. Dutzende Menschen mussten in Notunterkünften Zuflucht suchen.

Etwas entspannt hatte sich die Lage in Parma, wo ein Fluss Teile der Stadt überschwemmt hatte. Zahlreiche Haushalte waren ohne Strom, Internet- und Telefonverbindungen brachen zusammen, Strassen blieben gesperrt und Schulen geschlossen.