Tote und Schlägereien nach WM-Spielen

Fussball soll die schönste Nebensache der Welt sein. Doch gestern ist die Euphorie in Brasilien und Kolumbien nach dem WM-Siegen in Hass umgeschlagen.

Jubelnde Kolumbianer in Bogotá.

Bildlegende: Der Jubel in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá war grenzenlos. Keystone

Rund 250 Polizisten gingen in Rio de Janeiro mit Tränengas gegen Demonstranten vor. Die 350 Aktivisten marschierten am Rande des Achtelfinales zwischen Kolumbien und Uruguay zum Maracana-Stadion. Mindestens drei Personen wurden festgenommen. Die Aktivisten demonstrierten einmal mehr gegen die hohen Kosten der Fussball-WM.

Verirrte Kugel in Bogotá

In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá kam bei den Feiern zum historischen Viertelfinal-Einzug der kolumbianischen Nationalelf ein Mensch ums Leben. In der Hauptstadt Bogotá sei eine Frau von einer verirrten Kugel tödlich verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Zudem habe es in der Stadt rund 100 Schlägereien gegeben. Um Zwischenfälle zu vermeiden, war in der fast acht Millionen Einwohner zählenden Metropole der Verkauf von Alkohol verboten worden. Rund 20'000 Polizisten waren im Einsatz.

Insgesamt zelebrierten die Kolumbianer den 2:0-Sieg ihrer Mannschaft über Uruguay aber ausgelassen und friedlich. Die Menschen zogen mit der Nationalflagge durch die Strassen, vielerorts gab es Hupkonzerte.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Rodriguez macht kolumbianische Premiere perfekt

    Aus Tagesschau vom 29.6.2014

    Kolumbien steht erstmals in einem WM-Viertelfinal. «Los Cafeteros» setzten sich im zweiten rein südamerikanischen Achtelfinal-Duell gegen Uruguay mit 2:0 durch und treffen jetzt auf Brasilien. Zur grossen Figur avancierte James Rodriguez mit zwei Toren.