Totgeglaubte Tochter nach zehn Jahren gefunden

Ein Elternpaar aus Aceh glaubte, ihre Tochter sei beim Tsunami 2004 ums Leben gekommen. Doch sie lebte bei einer älteren Frau, die sie bei sich aufgenommen hatte. Nun hat die Familie wieder zusammen gefunden.

Happy End in Indonesien: Fast zehn Jahre nach dem verheerenden Tsunami hat ein Elternpaar seine totgeglaubte Tochter wiedergefunden. Die damals vierjährige Raudhatul war Ende 2004 mit ihrem Bruder von den Wassermassen weggerissen worden.

Die Eltern aus der Provinz Aceh hatten vergeblich versucht, ihre Kinder festzuhalten. Laut der Mutter suchten sie rund einen Monat nach ihrer Tochter, hielten sie dann aber für tot – bis ein Onkel im Juni dieses Jahres ein Mädchen sah, das ihr ähnelte.

«Das ist ein Wunder Gottes», sagte die gerührte Mutter. Sie habe sofort gewusst, dass es ihre Tochter sei, als sie das Mädchen wiedersah. «Mein Mann und ich sind so glücklich, dass wir sie wiedergefunden haben.»

Eine ältere Frau aus der benachbarten Provinz Barat Daya hatte das Mädchen bei sich aufgenommen. Raudhatuls Angaben nach könnte auch ihr Bruder noch leben: Die beiden seien damals auf der Insel Banyak gestrandet. Die Eltern wollen nun nach dem Jungen suchen.

Tsunami 2004

Tsunami 2004

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Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • SRF-Südostasienkorrespondent Urs Morf mit dem Fischer Pi Dam - an seinem Esstisch vor dem Haus, das die Deza gebaut hat.

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    Aus Rendez-vous vom 24.12.2014

    Nach dem verheerenden Tsunami am 26.

    Dezember 2004 handelte die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA in Bern schnell und entschlossen: Abseits grosser Touristenorte, auf kleinen Inseln vor der thailändischen Küste, leistete sie Hilfe beim Wiederaufbau einiger Fischerdörfer, deren Bewohnerinnen und Bewohner durch die Katastrophe in ihrer Existenz bedroht waren. Ein Augenschein zehn Jahre danach.

    Urs Morf