Uhren werden auf Sommerzeit umgestellt

Dieses Wochenende wird uns wieder eine Stunde «gestohlen»: In der Nacht auf Sonntag beginnt die Sommerzeit. Ende Juni folgt eine zweite Zeitumstellung – die ist allerdings weniger gravierend. Dann wird weltweit eine sogenannte Schaltsekunde eingefügt.

Jemand dreht an einer Swatch.

Bildlegende: 1977 wurde in der Schweiz per Gesetz die Einführung der Sommerzeit beschlossen. Keystone

In der Nacht auf Sonntag werden die Uhren um 2 Uhr um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt. Mit der Sommerzeit geht die Sonne eine Stunde später auf, dafür bleibt es am Abend länger hell. Die Sommerzeit endet am 25. Oktober.


Verkraftbare Zeitumstellung: Die Schaltsekunde kommt

1:24 min, aus SRF 4 News aktuell vom 29.03.2015

Dieses Jahr bringt jedoch eine Besonderheit mit sich: Ende Juni gibt es eine zweite, aber nur sehr kleine Zeitumstellung. In die weltweite Referenzzeit wird eine Schaltsekunde eingeschoben. Diese «Extrasekunde» wird eingefügt, weil die Erde sich zurzeit etwas zu langsam dreht. Sie ist allerdings umstritten, da sie zu Synchronisationsproblemen führen kann.

Die Abschaffung der Schaltsekunden werde seit längerem diskutiert, schreibt das Eidgenössische Institut für Metrologie (Metas). Voraussichtlich im November 2015 werde das zuständige Gremium der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) in Genf über die Zukunft der Schaltsekunden entscheiden.

Keine Probleme bei der SBB

Zugverbindungen, Automaten und Bahnhofuhren - die Umstellung auf die Sommerzeit in der Nacht hat der SBB keine Probleme beschert. Von der Umstellung waren rund 50 Züge betroffen, wie eine SBB-Sprecherin sagte. Die Züge fuhren vor allem im Netz der Zürcher und der Tessiner S-Bahn. Bahnhofuhren werden jeweils automatisch umgestellt, ebenso die Billettautomaten.