Eklat vor ESC Ukraine verbietet russischer ESC-Sängerin die Einreise

Wenige Wochen vor dem Eurovision Song Contest kommt es zwischen Kiew und Moskau zu politischen Misstönen.

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Julia Samoilowas ESC-Song

0:42 min, vom 22.3.2017

Der ukrainische Geheimdienst hat der russischen ESC-Teilnehmerin Julia Samoilowa die Einreise verboten. Die 27-Jährige kann deshalb voraussichtlich nicht am Eurovision Song Contest (ESC) Mitte Mai in Kiew auftreten.

Illegales Konzert

Samoilowa dürfe laut einer Geheimdienstsprecherin für drei Jahre nicht in die Ukraine einreisen. Dies aufgrund eines illegalen Auftritts der Sängerin auf der Halbinsel Krim. Diese wurde 2014 von Russland annektiert. Reisen auf die Halbinsel über Russland sind seit der Annexion aber von ukrainischer Seite verboten.

Die European Broadcasting Union, Veranstalterin des ESC, will gemäss eigenen Angaben doch noch eine Lösung finden.

Moskau ist erzürnt

Die Entscheidung dürfte das ohnehin schwer beschädigte Verhältnis zwischen Russland und der Ukraine weiter belasten. Das Aussenministerium in Moskau kritisierte den Schritt umgehend. «Das ist ein weiterer empörender, zynischer und unmenschlicher Akt der Kiewer Behörden», sagte Vizeaussenminister Grigori Karassin.