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UNO-Bericht So schlecht steht es um die Artenvielfalt auf der Erde

  • Keines der vereinbarten 20 Aichi-Ziele zur Erhaltung der biologischen Vielfalt auf der Erde konnte erreicht werden.
  • Der neueste UNO-Bericht zeigt: Mehr Arten als je zuvor in der Geschichte der Menschheit sind derzeit vom Aussterben bedroht.
  • Dabei ist gerade die Biodiversität sowohl für die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, als auch für das Pariser Klimaabkommen von entscheidender Bedeutung.
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Aus dem Archiv: Biodiversität in Gefahr – Was tun?
Aus DOK vom 04.06.2020.
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Sechs Jahre nach dem letzten Bericht zur Lage der biologischen Vielfalt veröffentlichte die UNO heute ihre neusten Erkenntnisse – und die haben es in sich.

Von den vereinbarten 20 Aichi-Zielen konnte lediglich sechs teilweise erreicht werden. Die Aichi-Ziele stehen für den weltweiten Artenschutz und wurden vor zehn Jahren in Nagoya in Japan formuliert. Im Durchschnitt geben die Länder an, das dennoch mehr als ein Drittel aller Ziele auf dem Weg sind, erreicht zu werden.

Entwaldungsrate fällt weltweit um ein Drittel

Positiv stimmen vor allem die Bereiche, die einen Fortschritt in den letzten zehn Jahren erzielt haben.

Eines davon ist die weltweite Entwaldungsrate, welche um ein Drittel im Vergleich zum vergangenen Jahrzehnt gesunken ist. Die Fläche der Schutzgebiete an Land und im Meer ist von jeweils zehn und drei Prozent auf 15 Prozent und sieben Prozent gestiegen.

Das ist der «Global Biodiversity Outlook»

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Beim globalen Bericht zur Lage der biologischen Vielfalt der UNO handelt es sich um einen regelmässig erscheinenden Bericht, der die neusten Daten zum Status und zu den Trends der biologischen Vielfalt zusammenfasst und daraus Schlussfolgerungen zieht. Diese sind dann relevant für die weitere Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt, welches vom Sekretariat der UN-Konvention erstellt wird.

Auch die Umsetzung des Nagoya-Protokolls gegen Biopiraterie ist ein Lichtblick. Dazu kommt, dass mit 85 Prozent eine grosse Mehrheit der Staaten ihre nationalen Strategien und Aktionspläne zum Schutz der biologischen Vielfalt aktualisiert haben.

Im Gesamten sind also durchaus Fortschritte zu erkennen. Dennoch zeigt der UNO-Bericht, Link öffnet in einem neuen Fenster, dass es der Weltbevölkerung abermals nicht gelungen ist, den Verlust der Arten und Lebensräume zu stoppen.

Video
Aus dem Archiv: Auch Subventionen schaden Schweizer Biodiversität
Aus Tagesschau vom 24.08.2020.
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SRF 4 News, 15.09.2020, 15:30 Uhr

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Das Sterben von Tier- und Pflanzenarten ist dramatisch: eine Million Spezies können in den nächsten Jahren weltweit verschwinden. Wissenschaftler fordern von Gesellschaft und Politikern eindringlich, endlich zu handeln. Schuld an der Zerstörung ist die Art, wie wir unsere Umwelt nutzen. Landwirtschaft mit Knicks, Brachflächen und Gewässern überziehen industrielle Monokulturen immer grössere Gebiete. Zudem belastet Gülle aus der Tierhaltung Böden und Bäche. Unmengen Ackergifte werden ausgebracht
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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    E.Wädensweiler, wenn Sie sagen, jeder könne etwas für Biodiversität tun, so stimmt das zwar, aber nur theoretisch. Mensch hat sich u.seine Bedürfnisse von Anfang an über seine eigene Lebensgrundlage gestellt u.die seiner Mitgeschöpfe, sein Naturschutz besteht aus lauter faulen Kompromissen zu seinen Gunsten (WKW uvam). Viel Gerede, Tipps, Klimademos...daneben wird zerstört, überbaut, zerstückelt, vergiftet, übernutzt...Und in ca 5Jz wird sich die Menschheit verdoppelt haben, trotz Naturgärtchen!
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    1. Antwort von Alois Keller  (eyko)
      Dass ein Massensterben im Gange ist, ist längst bekannt. An Strategien gegen die Ausrottung mangelt es weder national noch international. Wir müssen unsere Lebensweise grundlegend ändern. Ein „weiter so“ mit kleinen Anpassungen wird nicht genügen. Das Umsteuern erfordert politischen Mut. Die Biomasse der frei lebenden Säugetiere um 82 % abgenommen, natürliche Ökosysteme haben die Hälfte ihrer Fläche verloren, bei Feuchtgebieten sind es sogar 85%.
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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Der massive Verlust der Biodiversität ist für den Menschen so bedrohlich wie der Klimawandel. Man warnt vor dem Versagen beim Schutz der Ökosysteme und vor katastrophalen Folgen für Mensch und Natur.Der Verlust der biologischen Vielfalt ist eine ebenso grosse Bedrohung für den Menschen. Massenhaftes Artensterben und Naturzerstörung,Ausbeutung von Lebewesen.Weil Organismen in vieler Weise interagieren, kann das Schwinden einer einzelnen Art unerwartete Verluste im gesamten Ökosystem verursachen.
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