EU-Satellitenprogramm Ursache für Galileo-Probleme gefunden

Rakete startet.

Bildlegende: Auswirkungen auf die Leistung des Systems habe es nicht gegeben. Keystone

Galileo soll Europa unabhängig vom amerikanischen GPS-System machen. Seit Dezember sind erste Dienste etwa für Autofahrer verfügbar. Doch ganz rund läuft das Programm noch nicht.

Gegenmassnahmen getroffen

Wie viele Uhren ausgefallen sind, wollte die Brüsseler Behörde nicht sagen. Im Umfeld des Galileo-Programms hiess es aber, Berichte der französischen Zeitung «La Tribune», wonach um die 20 Uhren betroffen seien, seien übertrieben. Die ESA hatte Anfang des Jahres von neun Uhren gesprochen.

Jeder der 18 Galileo-Satelliten im All ist nach Angaben der EU-Kommission sicherheitshalber mit vier Atomuhren ausgestattet, damit es bei Problemen an einzelnen Geräten nicht zu Ausfällen kommt.

Weitere Verzögerungen

Womöglich führen die Schwierigkeiten aber zu Verzögerungen bei weiteren Satellitenstarts. Laut EU-Kommission sollen erst im Dezember vier zusätzliche Galileo-Satelliten ins All gebracht werden und vier weitere Mitte 2018.

Ursprünglich war der Start für August geplant. Die ESA hatte nach Bekanntwerden der Probleme im Januar gesagt, dass darüber nachgedacht werde, den Start zu verschieben.