US-Feuerwehrleute verbrennen bei Löschaktion

In den USA hat ein Buschbrand zahlreiche Opfer gefordert. Mehrere Feuerwehrleute starben bei einem Einsatz in Arizona.

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48 Grad und absolute Trockenheit

1:16 min, aus Tagesschau vom 1.7.2013

Es ist das schwerste Unglück während eines Feuerwehreinsatzes in den USA seit den Terroranschlägen am 11. September 2001: Mindestens 19 Feuerwehrleute sind am Sonntag im Kampf gegen Buschbrände im US-Bundesstaat Arizona ums Leben gekommen.

Die Gruppe habe versucht, die Feuerwalze in der Nähe der Kleinstadt Yarnell einzudämmen. Beim Graben einer Brandschneise seien sie  von den rasch näher kommenden Flammen erfasst worden, sagte ein Sprecher der zuständigen Einsatzbehörde dem Sender CNN.

US-Präsident Obama sprach von einer «furchtbaren Tragödie» und würdigte die Getöteten als «hochqualifizierte Profis, die wie so viele Menschen jeden Tag in unserem Land sich selbstlos gegen das Unglück stemmen, um Leben und Besitz ihrer Mitmenschen zu schützen». Die US-Regierung leiste bereits Unterstützung und stehe in engem Kontakt mit den Behörden vor Ort.

Feuer noch immer ausser Kontrolle

Yarnell Hill liegt etwa 120 Kilometer nordwestlich von Phoenix, der Hauptstadt Arizonas. Die Brände waren am Freitag ausgebrochen. Bis Sonntagabend breiteten sie sich auf einer Fläche von bis zu 20 Quadratkilometern aus. Alle Anwohner von Yarnell Hill und Peeples Valley wurden in Sicherheit gebracht.

Das Feuer breite sich rasch aus. Den Brandbekämpfern gelinge es nicht, es unter ihre Kontrolle zu bringen, berichtete die Internetseite «Arizona Republik». Rund 250 Häuser und damit die Hälfte der Ortschaft Yarnell Hill waren nicht mehr zu retten.

Derzeit plagt eine aussergewöhnliche Hitzewelle den Westen der USA. Meteorologen zufolge dürfte es erst von Mittwoch an kühler werden. Die Buschbrände rund um Yarnell Hill wurden wahrscheinlich durch Blitzeinschlag ausgelöst.