Letzte Show von Ringling Bros. US-Traditionszirkus verabschiedet sich von der Manege

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Letzte Show des Zirkus Ringling (unkomm.)

0:31 min, vom 22.5.2017

Fast 150 Jahre zog der «Ringling Bros.»-Zirkus durch die USA – immer mit der Eisenbahn und dazu mit Elefanten, Löwen, Tigern, Eseln, Hunden, Ziegen und Lamas. Seiltänzer, Clowns und Feuerspucker gehörten ebenfalls zur Truppe. Jetzt hat sich «die grösste Show der Welt» von der Manege verabschiedet.

«  Behalten sie den Zirkus in Ihnen am Leben. »

Jonathan Lee Iverson
Ansager

Der Zirkus-Ansager Jonathan Lee Iverson.

Bildlegende: Der Zirkus war für zahlreiche Mitarbeiter wie eine Familie und ein Zuhause. So auch für Ansager Jonathan Lee Iverson. Keystone

Zur letzen Vorstellung in Uniondale bei New York gab es ein Pyrotechnik-Feuerwerk. Das gesamte Ensemble sang das Lied «Auld Lang Syne». «Wir sind seit 146 Jahren eine amerikanische Institution und wir hoffen, dass die Erinnerungen, die wir zusammen geschaffen haben, für eure gesamte Lebenszeit bleiben», sagte Ansager Jonathan Lee Iverson. «Behalten sie den Zirkus in Ihnen am Leben.»

Hohe Kosten, wenige Zuschauer

Elefanten in der Manege.

Bildlegende: Den US-Zirkus «Ringling Bros.» gab es seit fast 150 Jahren. Bekannt waren vor allem die Elefanten-Nummern. Reuters

Allein in den vergangenen 50 Jahren haben rund 250 Millionen Menschen in Dutzenden Städten der USA den Zirkus besucht. Aber immer lauter wurden die Proteste von Tierschützern, immer höher die Produktionskosten und immer geringer die Zuschauerzahlen.

Der Traditionszirkus, der vollständig «Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus» heisst, wurde einst von den Söhnen deutscher Einwanderer gegründet.