Nachschub für ISS Versorgungsrakete im zweiten Anlauf gestartet

Zu sehen eine Rakete des Typs Falcon9 auf Cape Canaveral.

Bildlegende: Die Rakete Falcon9 wird zum Start bereit gemacht – auf dem Kennedy Space Center in Florida. Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine «Falcon 9»-Trägerrakete ist mit der Dragon-Raumfähre von SpaceX zur Internationalen Raumstation (ISS) aufgebrochen.
  • Nach Angaben der Nasa verlief der Start nach Plan. Nur Stunden zuvor war der Vorgang ein erstes Mal wegen Problemen nur 13 Sekunden vor Ende des Countdowns gestoppt worden.
  • Die Dragon-Kapsel hat 2,75 Tonnen Fracht an Bord. Darunter frische Lebensmittel und neue Ausrüstung für die Forschung.

Die Versorgungsrakete soll am Mittwoch bei der Raumstation ankommen und von einem ihrer Arme an ein Ladedock gezogen werden. Der privaten Raumfahrtfirma Space Exploration Technologies (SpaceX) des Tesla-Chefs Elon Musk gelang es beim Start, den Boosterteil der Rakete zu erhalten. Wie geplant landete die erste Stufe von «Falcon 9» acht Minuten nach dem Start unbeschadet auf dem Gelände des Kennedy Raumfahrtzentrums.

Geräte für Messungen und Experimente

Zur ISS gebracht werden mit dem aktuellen Flug Geräte zur Überwachung der Erdatmosphäre, Material für medizinische Versuche sowie Nahrung für die sechs Astronauten an Bord der Raumstation.

Ein Gerät an Bord sei «Sage III», ein System zur Messung von Ozon, Aerosolen und Staubpartikeln in der Erdatmosphäre, hiess es von der Nasa. Weitere Geräte sollen demnach Blitze untersuchen helfen, zudem soll ein Autopilot-Navigationssystem für den möglichen Einsatz von Roboter-Raumschiffen zur Reparatur von Satelliten getestet werden.

Im September war eine ebenfalls unbemannte SpaceX-Rakete beim Betanken kurz vor dem Start in Kalifornien explodiert. Bis spätestens 2020 sollen die Raketen Raumschiffe mit Astronauten an Bord in den Weltraum befördern.