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Panorama Vogelfreunde wollen Shorty schnappen

Ornithologen suchen in der Schweiz nach einem verirrten Waldrapp. Der junge Vogel namens Shorty verlor auf dem Flug in den Süden die Orientierung und fliegt nun fatalerweise zurück in den kalten Norden.

Ein Waldrapp
Legende: Den langen Schnabel setzt der Waldrapp zum Aufspüren von im Boden vergrabenen Würmern und Larven ein. waldrapp.eu/symbol

Seit einigen Tagen sei der Vogel offenbar auf dem Rückweg nach Bayern, teilte ein in Österreich ansässiges Waldrappteam in einer vom Schweizer Tierpark Goldau verbreiteten Mitteilung mit.

Shorty sei zuletzt am 18. Dezember in Rossau-Mettmenstätten, etwa 15 km südlich von Zürich, gesichtet worden. Dank Hinweisen aus der Bevölkerung hofft das Waldrappteam nun, den Vogel wieder einfangen zu können.

Das Finden von Shorty sei deshalb unerlässlich, weil der Waldrapp eine gefährdete Zugvogelart ist. Darum sei jedes Individuum wichtig, betonte der Leiter des Waldrappteams.

Menschliche Ersatzeltern

Der Waldrapp ist ein Ibis und hat mit seinem roten, kahlen Kopf, seinem langen gebogenen Schnabel und seinen langen Nackenfedern ein markantes Aussehen. In Europa starb der Waldrapp vor 300 Jahren aus.

Wiederansiedlungen sind schwierig, weil die in Gefangenschaft aufgewachsenen Vögel nicht wissen, dass sie im Herbst ihr Brutgebiet verlassen und in den Süden fliegen müssen.

Die Lösung fand die Tierschutz-Organisation in einem Ultraleichtflugzeug. Die Jungvögel werden von Menschen aufgezogen und folgen diesen, wenn sie mit dem Miniflugzeug in den Süden fliegen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Nun @openyoureyes, Ihre Aussage kann man nicht in Abrede stellen. In irgend einer Form sind wir alle „Spinner“. Die Problematik, dass Mensch selten das Mittelmass im Umgang mit sich und der Umwelt lebt. Tendenz aber klar in Autodestruktion. Der Erhalt der Artenvielfalt, bedeutet unser eigenes Überleben. Ich pflege zu sagen: „Wem Liebe zu Flora und Fauna fehlt, geht mit seinesgleichen nicht besser um.“ Auch „Shorty“ ist ein Puzzlestein in unserem Dasein. MfG
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  • Kommentar von openyoureyes, Basel
    Spinner wohin das Auge reicht. Und ein riesen Aufwand um Nichts. Lasst doch endlich mal die Tiere, Urbewohner und sonstige durchaus überlebensfähige Lebewesen und Pflanzen in Ruhe. Die haben sicher nicht darauf gewartet, dass übersättigte, dekadente und zwangsgestörte Neurotiker ihnen das Leben schwer machen. Haben die eigentlich nichts anderes zu tun? Ich hätte jedenfalls keine Zeit, irgendwelchen verirrten Vögeln nachzurennen. Gebt euer Geld besser den IV Rentnern und Randständigen!
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  • Kommentar von T. Käppeli, Guatemala Ciudad
    Zur Lösung mittels einem Ultraleichtflugzeug kommt mir zwangsläufig der Film „Amy und die Wildgänse“ (Fly Away Home) in den Sinn. Wer hat da von wem abgeschaut ;-) Ein rührender Film zu menschlichen und tierischen Tragödien. Ich hoffe für den Vogel, dass er eingefangen werden kann. Im aktuellen Frühlingswetter überlebt er wohl, aber der Winter kommt garantiert zurück. MfG
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