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Panorama Weltraum-Müll zwingt ISS-Crew in Rettungskapsel

Die Trümmer eines alten Satelliten rasen auf die Internationale Raumstation ISS zu. Die Crew der Forschungsstation flüchtet sich in die Sojus-Kapsel. Wie berechnet verfehlt der Müll die Station. Das Problem indes bleibt bestehen.

Bild der Internationalen Raumstation ISS vor dem hellen Blau der Erdkugel.
Legende: Der Schein trügt: Aus der friedvollen Dunkelheit können todbringende Trümmer auf die ISS zu rasen. Keystone

Trümmerteile von früheren Weltraumunternehmungen umkreisen die Erde nicht selten mit zig-facher Schallgeschwindigkeit. Kreuzen sie die Bahnen von Satelliten oder gar jene der Internationalen Raumstation ISS, können sie zu todbringenden Geschossen werden.

Wegen solchem herannahendem Müll sind die Astronauten der Station am Mittwoch vorübergehend in eine Sojus-Kapsel geflüchtet.

Bereits die vierte Flucht vor Trümmern

Das Stück eines alten russischen Wettersatelliten sei vorbei geflogen, habe die ISS aber – wie berechnet – verfehlt, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die Forschungsarbeit auf der ISS wurde kurz darauf wieder aufgenommen.

In der Geschichte der ISS, die seit dem Jahr 2000 ständig besetzt ist, war es das vierte Mal, dass sich die Crew wegen Weltraummüll in die Sojus-Kapsel zurückzog. Unter anderem waren im März 2009 die Überreste eines ausgedienten Satelliten an der Station vorbei gerast.

4 Kommentare

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  • Kommentar von P.Fetz, Zürich
    Ausserirdische werden nie auf so einem Müllplaneten landen, die haben angst dass wir den Sonder-Müll an sie verkaufen wollen oder auf ihrem Planet entsorgen werden!
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  • Kommentar von Kevin Aebi, Waldenburg
    Toll, Gravity lässt grüssen. Falsch, Menschheit lässt grüssen. Womöglich werden wir so nie zu anderen Planeten und Sternen aufbrechen können.
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    1. Antwort von M. Haener, Büsserach
      Das Auswandern kann sich die Menschheit grundsätzlich abschminken, dieser Pseudo-Hoffnungsschimmer ist nur trügerische Illusion. Sie wird genährt von jenen, welche meinen man könne so weiter verschwenden und ausbeuten wie bis anhin. Macht man sich halbwegs eine Vorstellung von den Distanzen im Weltall und hat man ein wenig Ahnung von Physik, konzentriert man sich auf die Unzulänglichkeiten vor Ort, derer es genügend zu bewältigen gäbe.
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    2. Antwort von Milos Cekovic, Sissach
      @M.Haener: Falls man vor nur ca. 200 Jahren so gedacht hat wie Sie, bräuchten wir heutzutage immer noch einen Tag von Basel nach Lugano, hätten eine Lebenserwartung von ca. 55 Jahren u.s.w. Wie sich Physik in 200 Jahren verändern wird und was für Technologien die Menschheit dann beherschen wird, können wir nur ahnen. Die einfachste aber auch die ungenaueste Approximation ist "alles bleibt wie es ist".
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