Wenn der Hunger ruft

Fünf Stunden müssen reichen: Als Nationalratspräsident ist Ruedi Lustenberger stets bemüht um die korrekte und termingerechte Leitung der Sitzungen. So auch heute, wo er allerdings aufs Gas drücken musste, um seine Kollegen pünktlich in die Mittagspause entlassen zu können.

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Nationalratspräsident will pünktlich in die Mittagspause

0:59 min, vom 25.9.2014

«Jetzt gibt es noch eine Reihe Gesetze, die geändert werden und die ich ihnen nur vorlesen muss». Dieser Satz war der Startschuss für Nationalratspräsident Ruedi Lustenbergers Redespurt in die wohlverdiente Mittagspause für sich und seine Nationalratskollegen.

Lustenberger mit Glocke

Bildlegende: Der Luzerner Ruedi Lustenberger sorgte für eine kleine Erheiterung im Sessionsalltag. Keystone

«Ich bitte um Geduld»

Bereits 10 Minuten vor dem geplanten Ende um 13 Uhr empfahl er den Votanten, ihre Wortmeldungen zu kürzen um das Geschäft noch vor dem Mittag abschliessen zu können. «Das ist im Interesse von uns allen», appellierte Lustenberger.

Kurz vor 13 Uhr waren die Voten tatsächlich termingerecht gehalten und der gelernte Schreinermeister bat noch einmal um etwas Geduld, bevor er zur Pflichtlektüre von 29 Gesetzesänderungen ansetzte.

In immer rasanterem Tempo liess der CVP-Mann keinen Artikel und keinen Absatz aus. Der Vater von fünf Kindern erntete zum Schluss seines Efforts wohlwollenden Applaus aus dem erheiterten Saal, bevor es in die wohlverdiente Mittagspause ging.