Zum Inhalt springen

Panorama Wieder Erdrutsch am Thunersee

Auf die Hitze folgte das Gewitter: Im Kanton Bern gingen über 70 Unwettermeldungen bei der Polizei ein. Ein Erdrutsch am Thunersee sorgte für die vorübergehende Sperrung der Hauptstrasse zwischen Merligen und Gunten. Auch im Wallis gab es Strassensperrungen.

Legende: Video «Die Sommerhitze legt eine Pause ein» abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 29.07.2013.

Beim Erdrutsch am Thunersee seien etwa 10 bis 15 Kubikmeter Material auf die Strasse gestürzt, sagte der stellvertretende Strasseninspektor der Region Oberland Nord, Daniel Uhlmann.

Inzwischen haben Experten die Erde und den Schutt weggeräumt sowie eine Felsreinigung durchgeführt. Am morgigen Dienstag soll die betroffene Stelle mit Netzen gesichert werden. Die Hauptstrasse ist am frühen Nachmittag wieder für den Verkehr freigegeben werden, vorerst allerdings nur einspurig. Am Dienstag um 17.00 Uhr wird die Strasse wieder normal zweispurig befahrbar sein, wie Uhlmann weiter sagte.

Erdrutsche am Thunersee

Entlang des rechten Ufers des Thunersees gehen immer wieder Erdrutsche auf die Strasse nieder. Letztmals stürzten am 1. Juni nach einem starken Regenfall Schlamm und Steine auf die Kantonsstrasse.

Im Februar dieses Jahres riss eine Schlammlawine ein Auto in den See. Der Lenker und seine Mitfahrerin konnten sich aus dem sinkenden Fahrzeug retten und ans Ufer schwimmen. Diesmal erfolgte der Erdrutsch aber nicht an der gleichen Stelle, sondern rund 300 Meter davon entfernt, wie Uhlmann erklärte.

Insgesamt gingen im Kanton Bern wegen des Unwetters rund 70 Meldungen bei der Polizei ein. Die Orts- und Regionalfeuerwehren waren vielerorts wegen Wasser in Gebäuden, Kellern und Garagen im Einsatz, wie die Kantonspolizei Bern mitteilte. Gemeldet wurde aber auch, dass Äste und andere Gegenstände auf die Strasse gelangt waren.

Sperrungen im Uri und Wallis

Zwischen Uri und Wallis waren am Montag die Strassen- und Bahnverbindungen zeitweise unterbrochen. Die Bahnlinie wurde vorsorglich wegen Hochwassergefahr gesperrt, die Passstrasse war wegen eines Steinschlages blockiert.

Wie die Matterhorn Gotthard Bahn mitteilte, wurde die Bahnlinie Visp (VS)-Göschenen (UR) zwischen Oberwald (VS) und Hospental (UR) gesperrt. Nicht nur die Personenzüge zwischen Oberwald und Hospental fielen aus, sondern auch die Autozüge zwischen Oberwald und Realp (UR). Am frühen Abend konnte die Störung zwischen Oberwald und Hospental dann behoben werden; die Züge verkehrten wieder planmässig.

Ein Bahnersatz konnte während der Sperrung nicht angeboten werden, weil auch die Furkastrasse gesperrt werden musste. Grund war ein Steinschlag auf der Walliser Seite des Passes. Zwischen Visp und Oberwald sowie Hospental und Göschenen verkehrten die Züge fahrplanmässig.

Die Bahnlinie wurde wegen des hohen Pegels der Furkareuss gesperrt. Wie Patrick Fux vom Verkehrssicherheitsdienst der Matterhorn Gotthard Bahn auf Anfrage sagte, handelte es sich dabei um eine Vorsichtsmassnahme. Der Fluss führe sehr viel Wasser, weil während den letzten heissen Tagen viel Schnee geschmolzen sei und
es nun stark geregnet habe.

2 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Eric Tanner, Zürich
    Gut, dass das Wetter mal eine Abkühlung bringt. Besser, es regnet, anstatt diese blöde Hitze (über 27° C)! Schade, dass das Wetter auf nächste Woche wieder wechselt!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      "diese blöde Hitze " Wildbienen uvam benötigen, abgesehen von Nahrung und artgerechtem Lebensraum, den wir den fleissigen Helfern Tag für Tag zerstören und vergiften, wenigstens wochenweise zwischendurch sonnigwarmes Wetter ebenso wie ihre Pollenlieferanten. Fragt sich, wessen Wünsche zur Erhaltung der Menschheit, der Fauna und Flora wohl wichtiger zu erfüllen wären, Ihre oder die der Wildtiere und Pflanzen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen