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Hurrikan in der Karibik Wieso «Irma» so viel Kraft hat

Wind und Niederschläge machten den Hurrikan so gefährlich, sagt Thomas Kleiber von SRF Meteo.

Legende: Video Irma braust über die Karibik hinweg abspielen. Laufzeit 01:50 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 07.09.2017.

Warum ist Hurrikan «Irma» so stark? Es gibt verschiedene Dinge, die einen Hurrikan so gefährlich machen: Zum einen ist es der Wind, und der ist dieses Mal mit fast 300 Kilometer pro Stunde wirklich extrem. Der Sturm Lothar, den wohl viele noch in Erinnerung haben, war halb so stark. Und wenn man an die Schäden von damals denkt, kann man sich vorstellen, was ein Sturm mit 300 Kilometern pro Stunde anrichten kann.

Zum anderen machen ihn auch die intensiven Niederschläge «Irma» gefährlich, die mit dem Hurrikan kommen. Diese produzieren natürlich Hochwasser. Das hat Texas schon erlebt.

Was hat das Meer für eine Wirkung? Einerseits gibt es im Meer die bei einem Sturm zu erwartenden Wellen. Aber es gibt noch einen zweiten Effekt: Der Hurrikan drückt das ganze Meer gegen die Küste, sodass das Meer grundsätzlich schon bis sieben Meter ansteigen kann. Oben drauf kommen dann noch die Windwellen. Das bedeutet für Küstenorte absolut katastrophale Zustände.

Wohin zieht es «Irma»? Der Sturm geht in den nächsten Tagen in Richtung USA. Die Frage ist, ob der Hurrikan vor Florida zurück in den Atlantik abbiegt. Dann wäre das eigentlich noch eine relativ harmlose Variante. Aber wahrscheinlich trifft er auf den US-Bundesstaat Florida. Auf dem Weg dorthin gibt es aber noch ganz viele Inseln, wo er wüten wird.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Gregor Doppmann (Rücksicht UND Eigenverantwortung)
    Das waren jetzt Antworten auf die Frage: Was macht "Irma" so gefährlich und nicht auf die Frage nach dem Warum. Bitte zeigt auf, welche Faktoren in welchem Zusammenspiel "Irma" so gross werden lässt.
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    1. Antwort von Samuel Nogler (semi-arid)
      Dafür ist eine Recherche im Internet und in Fachliteratur notwendig, die erst noch erscheinen wird (hoffentlich). Hat mit der Meerestemperatur, mit Windsysteme der Erde und der Corioliskraft zu tun; es gibt Lerntools, bei denen man dies spielerisch ausprobieren kann. Wie es im Detail dazu kommt, dafür sind sorgfältige Analysen notwendig. Beim Srf gibt es zwar Meteorologen, die so etwas tun könnten, diese kümmern sich aber lieber um die richtige Krawatte für ihre nächste "Meteo-Modeschau".
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