Datenschutz Windows 10 Update: Besserer Schutz der Privatsphäre

Weil Windows 10 Daten in grossem Stil weitergibt, geriet Microsoft im Sommer 2015 heftig in die Kritik. Nun hat die Softwareschmiede auf die Vorwürfe reagiert und erklärt uns, welche Daten sie sammelt und welche Möglichkeiten wir haben, das zu unterbinden.

Junger Mann an einem Laptop; im Hintergrund das Logo von Windows 10.

Bildlegende: Windows 10 Creators Update: Nur die Dienste einschalten, die man versteht und die man wirklich benützt. Reuters

Wer mit Windows 10 arbeitet, sollte punkto Datenschutz folgendes beachten:

  • Nach dem Kauf oder nach einem Update des Betriebssystems die Datenschutzeinstellungen sorgfältig überprüfen.
  • Nur jene Funktionen einschalten, die man versteht und auf die man im Alltag angewiesen ist.

Im sogenannten Datenschutz-Dashboard (Armaturenbrett) erklärt Microsoft, welche Daten Windows 10 weitergibt. Nutzerinnen und Nutzer haben die Möglichkeit, die Weitergabe zu unterdrücken.

Privatsphäre oder Komfort?

Die deutsche Verbraucherzentrale empfiehlt, nur die Dienste einzuschalten, die man auch tatsächlich benützt - und wichtig: die man auch versteht. Auf alles andere sollte man besser verzichten.

Wer jedoch Windows 10 daran hindert, gewisse Daten an Microsoft zu schicken, muss in Kauf nehmen, dass nicht mehr alle Dienste funktionieren.

Ein Beispiel: Verhindert man etwa, dass Windows 10 ständig den aktuellen Aufenthaltsort an die Zentrale meldet, weiss die App für den Wetterbericht nicht, für welchen Ort sie die Prognose zusammenstellen soll. Das ist kein schwerwiegendes Problem, denn man kann immer auch von Hand eingeben, für welches Gebiet man sich interessiert.

Ein anderes Beispiel: Wer die Spracherkennung ausschaltet, darf sich nicht wundern, wenn man das Gerät danach nicht mehr über gesprochene Befehle steuern kann. Das ist eine Entscheidung zwischen Datenschutz und Komfort.

Nach einem System-Update lohnt es sich, alle Einstellung zum Datenschutz sorgfältig zu überprüfen. Microsoft verspricht zwar, dass ein Update die alten Einstellungen übernimmt. Doch wer nach der ersten Installation keine Anpassungen vorgenommen hat, muss damit rechnen, dass immer alle Dienste eingeschaltet sind.

Windows 10 Creators Update – mehr als nur Datenschutz

Das aktuelle Update stopft viele Sicherheitslücken, verbessert den Schutz der Privatsphäre, bietet aber noch mehr:

  • Paint 3D: Ein dreidimensionales Grafikprogramm. Damit können auch Laien räumliche Gegenstände zeichnen, die sie dann aus allen Perspektiven betrachten können. Richtige 3D-Gegenstände eben.
  • Mehr Komfort und Effizienz beim Surfen: Eine neue Vorschau-Funktion bei den einzelnen Tabs des Edge-Browser bringt Komfort im Internet. Laut Microsoft wurde der Browser zudem so optimiert, dass er deutlich weniger Strom braucht. So kann man unterwegs länger im Internet surfen.
  • Ungestört gamen: Neu kann man Windows 10 in einen Game-Modus versetzen. Das Betriebssystem räumt dann dem Spiel die höchste Priorität ein, andere Programme und Tasks haben das Nachsehen.
  • Grenzenlos gamen: Mit dem neuen Windows 10 lassen sich Games live über die Microsoft eigene Plattform Beam streamen.