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Panorama Wo der Schnee garantiert ist

Während die meisten Skigebiete angesichts des fehlenden Schnees darben, freut sich das Skigebiet Glacier 3000 im Les Diablerets. Denn im Gletschergebiet mit 80 Zentimeter Schnee drängen sich die Wintersportler auf engem Raum.

Legende: Video «Wo der Schnee zu finden ist» abspielen. Laufzeit 1:15 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 23.12.2015.

Der Platz ist eng im Skigebiet Glacier 3000 im Les Diablerets. Auf 3000 Metern Höhe, bei milden Temperaturen um Null Grad, fehlt es nicht an Schnee, dafür an Platz. «Der Schnee ist schön», sagen Wintersportler zu SRF. «Aber es hat einfach zu viele Leute.»

80 Zentimeter dick ist die Schneeschicht im Gletschergebiet. Doch die vielen Sportler machen den Unterhalt der Pisten zur Herausforderung. «Es gibt Snowboarder, Skifahrer, Telemarker, die sonst nie hier sind», erklärt Sébastien Giraldi, Pistenchef Glacier 3000. «Für alle braucht es ein Angebot. Aber wenn jeder den andern respektiert, geht es eigentlich gut.»

Mehr Pisten auf hohen Lagen?

Auch in den Restaurants stehen sich die Gäste gegenseitig auf die Füsse. Sie brauchen Geduld, bis sie ihr Wunschmenu geniessen können. Der Ansturm freut die Gastronomen: «Es ist eine grosse Freude für uns, so viele Gäste bedienen zu können, bei so schönem Wetter.»

Das Gletschergebiet hat einen unbezahlbaren Konkurrenzvorteil: Der Schnee ist garantiert. «Es ist das zweite Jahr in Folge, dass es Anfang Saison im Dezember zu wenig Schnee hat und alle hier rauf kommen», erklärt Bernhard Tschannen, Geschäftsführer von Glacier 3000. Für ihn ist angesichts des fortschreitenden Klimawandels klar, dass höher gelegene Gebiete nun gefordert sind: «Wir müssen dafür sorgen, dass es auch auf 3000 Metern ein breites Pistenangebot hat.»

1 Kommentar

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  • Kommentar von Thomas Leu (tleu)
    Ist ja toll, dann müssen wir uns also gar nicht mehr vor dem Klimawandel fürchten, denn wir können einfach mit dem SUV zur 1500 m hohen Talstation fahren und uns dort auf 3000 m hoch ziehen lassen. Was interessiert uns das CO2, das wir rauspusten dabei? Baut also die letzten freien Hochgebirgsgegenden der Schweiz zum Tourismus-Schlaraffenland aus.
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