Wo geht's denn hier nach Bermuda?

Die Küstenwache von Florida traute ihren Augen kaum: Im Meer trieb ein Mann in einem seltsam aufblasbaren Hamsterrad – und fragte Leute nach dem Weg zu den Bermudainseln.

Seltsames Gefährt im Wasser

Bildlegende: Seltsamer Reisender: Um sich auf dem Wasser vorwärts zu bewegen, musste Reza Baluchi wie ein Hamster in Rad rennen. US Coast Guard

Da staunte die Küstenwache: Reza Baluchi, ein 42-jähriger Exil-Iraner, trieb im Meer – auf einem seltsamen Gefährt. Um sich vorwärts zu bewegen, musste er wie ein Hamster im Rad rennen.

Der Abenteurer war bereits aufgefallen, als er Leute nach dem Weg nach Bermuda fragte. Er wollte zur 1600 km entfernten Inselgruppe – selbst für waschechte Seebären eine schwierige Destination.

Sein Vorhaben sei sehr gefährlich, versuchte ihm die Küstenwache zu erklären. Er solle seine Reise beenden, vor allem habe er zu wenig Vorrat.

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Aufnahmen der US-Küstenwache zeigen das Hamsterrad

0:42 min, vom 5.10.2014

«Zwei Jahre geübt»

Doch dem Mann schienen seine Proteinriegel, Wasserflaschen, ein GPS-Gerät und Satellitentelefon zu genügen. «Ich habe zwei Jahre für das hier geübt», ist er im Funkspruch trotzig zu hören.

Die Seepolizei liess ihn gewähren – natürlich unter Beobachtung. Dann wurde es dem James-Bond-Nachahmer wohl doch zuviel; er betätigte seine persönliche Signalleuchte.

Ein Helikopter rettete ihn aus der Luftkugel. Der Abenteurer kam ohne Verletzungen glimpflich davon.