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Kunst zum Nachdenken #Yolocaust: Der Generation «Selfie» den Spiegel vorhalten

Legende: Video Der Generation Selfie den Spiegel vorhalten abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus SRF News vom 21.01.2017.

Das Mahnmal in Berlin für die ermordeten Juden Europas gehört für viele bei einem Berlinbesuch aufs Programm. Oft scheinen die Touristen den eigentlichen Zweck der Gedenkstätte allerdings zu vergessen und nutzen es lediglich als Fotomotiv für einen Schnappschuss auf den Sozialen Medien.

Der Berliner Autor und Satiriker Shahak Shapira hat mit einer entlarvenden Website , Link öffnet in einem neuen Fensterüber das Verhalten von Touristen am Holocaust-Mahnmal einen Internet-Hit gelandet.

Auf Nazi-Opfern rumhüpfen

Auf der Website hat Shapira ebendiese Fotos aus sozialen Medien zusammengestellt, auf denen zumeist junge Touristen am Denkmal für die ermordeten Juden Europas fröhlich posieren. Bewegt man den Mauszeiger über die Bilder, werden die Protagonisten in Bilder aus nationalsozialistischen Vernichtungslagern montiert.

So hüpfen, turnen und tanzen die Touristen plötzlich nicht mehr auf dem Mahnmal herum, sondern auf ermordeten Opfern der Nazis. Unter dem Hashtag #yolocaust erobert Shapira nun die Internetgemeinde und regt die Generation «Selfie» zum Nachdenken an.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Räumelt (Wirtschaftskanzlei)
    Ich zitiere Peter Eisenmann:" Das ist kein Denkmal für die Opfer, es ist ein Mahnmal für die deutsche Bevölkerung". Weshalb sollen hier keine Kinder etc. Spielen dürfen? In Karlsruhe gibt es Spielplätze für Kinder auf Friedhöfe... Wo ist schon wieder das Problem?? Im übrigen haben unsere Kinder rein gar nichts damit zu tun.
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  • Kommentar von Hutter Hutter (Fabian Hutter)
    Auch wenn es auf den ersten Blick abstossend wirkt, so sollte man das ganze im Zusammenhang betrachten. Das Mahnmal wurde nicht als "Friedhof" konzipiert. Der Architekt des Mahnmals hatte etwas anderes im Sinn. http://www.morgenpost.de/berlin/article104142463/Warum-man-am-Holocaust-Mahnmal-spielen-darf.html Nach dem Lesen dieses Interviews empfinde ich die Aufregung als übertrieben.
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    zum 2ten Die taegliche Gewalt am Computer, der Konsole.. macht alles Irreal.. verroht innerlich und laesst die Realitaet verschwinden.. Was wollen denn wir von solchen cyberversehrten Mitmenschen anderes erwarten????
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