Zu gebrechlich für die D-Day-Feier? Von wegen!

Ein britischer Kriegsveteran ist aus dem Altersheim getürmt, um an der Gedenkfeier in der Normandie teilzunehmen.

Veteranen mit François Hollande

Bildlegende: Staatsoberhäupter umringt von Veteranen: Gedenkfeier zum 70. Jahrestag des D-Days in Colleville-sur-Mer. Reuters

Seine Pfleger hatten ihm eine Reise in die Normandie zum D-Day-Gedenken verboten. Da machte sich ein 89-jähriger britischer Kriegsveteran kurzerhand allein auf den Weg nach Frankreich.

Wie der «Daily Telegraph» berichtete, verliess der Mann am Donnerstagmorgen mit seinen Kriegsauszeichnungen unter dem Regenmantel sein Altersheim in Hove im Südosten von England.

Am Abend alarmierte das Haus die Polizei. Die gesamte Gegend sowie Spitäler, Bus- und Taxiunternehmen wurden abgegrast – vergeblich. Am späten Donnerstagabend erhielt das Pflegeheim in Hove dann einen Anruf von einem etwas jüngeren Kriegsveteran aus Ouistreham Frankreich.

Offenbar hatte sich der 89-Jährige gemeinsam mit alten Kameraden in Brighton in einen Bus nach Frankreich gesetzt, um zum Gedenken an die Alliierten-Landung 1944 in der Normandie zu fahren.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • 70 Jahre «Okay we’ll go»

    Aus Tagesschau vom 6.6.2014

    Am 6. Juni 1944 landeten an der Nordküste Frankreichs 156'000 amerikanische, britische und kanadische Soldaten. Sie befreiten Europa vom Nazismus. Der Jahrestag wird von Staatsgästen und Veteranen gleichermassen feierlich begangen.