Zu heiss im Westen, zu nass im Osten

Die Hitzewelle im Westen der USA fordert ein erstes Todesopfer. Selbst Flugzeuge haben hitzefrei und bleiben am Boden. Auch an der Ostküste spielt das Wetter verrückt.

In den USA purzelt ein Hitzerekord nach dem anderen. Amerikanische Wetterdienste berichten Rekordwerte in mehreren Bundesstaaten von Arizona bis Kalifornien.

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Hitze in den USA (unkommentiert)

0:24 min, vom 29.6.2013

Die brütenden Temperaturen fordern nach Polizeiangaben wohl ihr erstes Todesopfer. Bei Aussenwerten von 46 Grad Celsius erlag in Las Vegas ein Mann einem Herzversagen in seinem unklimatisierten Haus.

Flugzeuge bekamen Hitzefrei. Ein US-Airways-Sprecher erklärte CNN, dass am Samstag 18 Flüge in Phoenix (Arizona) gestrichen werden mussten, weil die Werte dort mit 48 Grad Celsius die zulässige Starttemperatur für die Maschinen überschritten habe.

Im Death Valley, einem der wärmsten Punkte der Erde im Osten Kaliforniens, stiegen die Werte auf rund 54 Grad Celsius. Vor rund 100 Jahren stieg das Quecksilber am selben Ort auf 56 Grad. Meteorologen warnten, dass die brütenden Temperaturen sich bis Mittwoch halten oder gar noch steigen könnten.

«Fluten kamen aus dem Nichts»

An der Ostküste dagegen richteten heftige Regenfälle schwere Schäden an. Zahlreiche Häuser wurden zerstört, ganze Regionen standen unter Wasser.

Besonders betroffen war der Staat New York, wo innerhalb kürzester Zeit Flüsse über ihre Ufer traten. Gewaltige Wasserströme rissen mit sich, was ihnen im Weg stand. «Die Wassermassen kamen aus dem Nichts und zerstörten die Häuser innerhalb von wenigen Minuten», sagte Gouverneur Andrew Cuomo. «Das Schlimmste haben wir jedoch überstanden.»