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Panorama Zu kurze Startbahn – Dreamlifter kann trotzdem starten

Ein Flugzeug landet auf einem falschen Flughafen - das Problem: die Startbahn ist zu kurz. Der Start wird zum heiklen Manöver.

Ein riesiges Frachtflugzeug vom Typ Boeing-«Dreamlifter» ist auf dem falschen Flughafen im US-Staat Kansas gelandet. Das Problem: Die Piste ist eigentlich zu kurz für ein so grosses Flugzeug.

Nervenspiel verläuft glimpflich

Nach stundenlangen Berechnungen hob der umgerüstete 747-Jumbo-Jet dennoch wieder erfolgreich vom kleinen Jabara Provinzflughafen in der Nähe der Stadt Wichita ab. Wie der TV-Sender CNN berichtete, landete er nur wenige Minuten später am eigentlichen Zielflughafen. Dieser liegt weniger als 20 Kilometer entfernt.

Ein voll beladener «Dreamlifter» benötigt zum Start eine Startbahn von etwa 2800 Metern. Doch weil der Flieger auf seinem Weg von New York bereits viel Treibstoff verbraucht und dadurch Gewicht verloren hatte, reichte die Startbahn von knapp 1900 Metern aus. Gute Wetterbedingungen kamen hinzu.

Keine Zuschauer

Ingenieure hatten nach der Landung am Mittwochabend die ganze Nacht Berechnungen angestellt, ob sich der Koloss auf der kurzen Strecke in die Lüfte heben würde, sagte eine Flughafensprecherin laut CNN. Das Flugzeug hatte Bauteile für Flugzeuge geladen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Wie Verfalldaten auf Esswaren: Da ist viel «Sicherheitsreserve» mit drin. So auch bei der nötigen Startbahn. Statt 2.8 nur 2 km, die genügen. Wen wunderts? Für die 15 km brauchten die ja nicht viel Sprit ;-) Vielleicht sollten PilotenInnen wieder Karten lesen lernen wie früher, einfach so, um die gravierendsten Fehler zu vermeiden?
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    1. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Das kommen gelegentlich vor. Ryanair hatte sich zum Beispiel auch vor ein paar Jahren in Ireland verflogen und landete auf einem Militärflugplatz.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Den Nagel auf den Kopf getroffen @T.B. Zürich. Erstaunlich, dass einem Profipiloten mit der heutigen Navigationstechnik so was unterläuft. Jedes TomTom zeigt die Position genauer an. Die Fracht (ganze Flügel etc.) dürfte zu sperrig für den Strassentransport gewesen sein und den Sprit werden sie sicher auf das nötige Minimum abgepumpt haben. Die Piloten haben jetzt ein internes Verfahren am Hals :(
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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronschhofen
    Ist doch kein Problem: Zuerst entladen, die Ware mit Lastwagen die 15 km zum nächsten Flughafen fahren, und dann ohne Fracht starten. Dann sollten die 2 km reichen.
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Ch. Halbeisen: Das wissen Sie u. ich. Von Journalisten kann man einen solchen Lösungsansatz kaum erwarten. Höchstwahrscheinlich kamen die Fachleute v. Boeing auch zu dem Schluss, wenn man die Sache genau durchrechnet, konnte man sich jetzt sogar den Entlad u. Spezial-Transport auf der Strasse sparen. Der ist ja auch nicht gratis. Alles halb so wild.
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    2. Antwort von Peter Stuber, Schaffhausen
      Bei allem Respekt Herr Halbeisen, wenn Ingenieure stundenlang berechnen müssen, dann war diese Situation sicher nicht "kein Problem". Die Fracht wird wohl kaum aus Bananen bestanden haben, die mal eben "mit Lastwagen" transportiert werden konnte. Aber es wäre schon lustig gewesen, wenn die Berechnungen ergeben hätten, dass ein Startversuch völlig ausgeschlossen gewesen wäre..!
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