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Mord auf Facebook gestreamt Zuckerberg verspricht Besserung

Legende: Audio Mordvideo im Internet – was sagt Facebook dazu? abspielen.
1:42 min, aus SRF 4 News aktuell vom 18.04.2017.
  • Facebook übt Selbstkritik und geht beim Umgang mit Gewaltvideos über die Bücher.
  • Mark Zuckerberg sprach der Familie des Mordopfers sein Beileid aus und will «alles mögliche tun, damit Gewalttten künftig nicht mehr auf dem sozialen Netzwerk erscheinen.
  • Die Verfahren fürs Melden und Entfernen müssten verbessert werden, teilt das soziale Netzwerk mit.

Laut Facebook müsse es für Nutzer einfacher werden, gefährliche Beiträge zu melden. Zudem müsse die anschliessende Prüfung schneller ablaufen. Der Konzern reagiert damit auf ein Video von einem Mord in Cleveland, das am Sonntag zwei Stunden lang online und über die Facebook-App zu sehen war.

Laut der Polizei stellte der mutmassliche Täter das Video der Tat selbst ins Netz. Zuvor hatte er schon ein Ankündigungsvideo gepostet, nach der Tat dann sogar noch sein Geständnis. Facebook löschte das Profil des Täters erst 23 Minuten, nachdem der Konzern Kenntnis von den Vorfällen erhielt.

Der Fall liess Zweifel aufkommen, wie Facebook mit den Massen an hochgeladenen Daten aus aller Welt umgeht.

Die Vorgeschichte

  • Ein Mann in Cleveland erschiesst einen 74-Jährigen vor laufender Kamera und veröffentlicht anschliessend das Video der Tat auf Facebook.
  • Sein mögliches Tatmotiv: Wut auf die Freundin.

Mutmasslicher Mörder ist tot

Nach dem kaltblütigen Mord an einem Rentner in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio ist der mutmassliche Täter nach Angaben der Polizei tot. Der Mann sei am Dienstagmorgen im Bezirk Erie in Pennsylvania von Polizisten gesehen worden und habe sich nach einer kurzen Verfolgungsjagd das Leben genommen.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Steffen (ms_1)
    Das InterNET widerspiegelt und beobachtet längst nicht immer die Realität – sondern es schafft sie auch, ist Auslöser! All die kranken Hirne auf dieser Welt erhalten dank InterNET endlich eine globale Bühne/Plattform für die Auslebung und Inszenierung ihrer kranken Phantasien. Globale Aufmerksamkeit ist ihnen gewiss – so machen brutale Taten für sie ja erst so richtig Sinn! Sie werden sich deshalb in Sachen Brutalität gegenseitig überbieten/hochschaukeln! Die totale Vernetzung macht‘ s möglich!
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  • Kommentar von Peter Holzer (Peter Holzer)
    @ Haller: Wenn sie als Erwachsener frei entscheiden dies ansehen zu wollen, dann sei es ihre Entscheidung. Wenn aber Jugendliche die (leider) inzwischen alle ein Handy haben solche Filme in der Gruppe ansehen und dannach keiner mit ihnen darüber spricht, halte ich dies für absolut falsch und in vieler Hinsicht gefährlich. Nicht alles was die Realität wiederspiegelt muss zur Verherrlichung an die Öffentlichkeit. Es gilt auch die Opfer und deren Privatsphäre zu schützen!
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  • Kommentar von Thomas Mann (Freidenkerin)
    Auf facebook gelöscht, auf youtube über 300'000 Mal angeschaut und immer noch online.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Soll auch online bleiben. Der Welt muss der Spiegel vorgehalten werden können. Das ist zwar brutal, aber es ist die Wahrheit und nichts als nur die schmerzliche Wahrheit.
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    2. Antwort von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
      Hat nicht viel mit 'Wahrheit' und 'Spiegel vorhalten' zu tun, wenn man sich im Netz an reellen Morden aufgeilen kann. Seltsamerweise wird aber jede Brustwarze sofort geblockt, (...) Spezies Mensch hat eine seltsame Moralvorstellung.
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    3. Antwort von Jerome Gerster (jgerster)
      Herr Haller, in einem Mordfall ist das ein Beweismittel in einem Einzelfall. Sollte Youtube nun alle Tötungsdelikte, welche gefilmt wurden veröffentlicht werden? Oder das Video der Massenvergewaltigung vor ein paar Wochen? Das braucht niemand, und wenn doch hat das nur mit krankem Voyeurismus zu tun.
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