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Zukunftstag auf dem Bauernhof Misten und melken als Berufswunsch

Statt zur Schule in den Stall: Am Zukunftstag erforschen Jugendliche die Arbeitswelt.

Legende: Video Ein Tag als Landwirtin abspielen. Laufzeit 3:30 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 09.11.2017.

Als Bäuerin schnuppern, wenn die Eltern keinen eigenen Hof haben? Das ist gar nicht so einfach. Michelle Müller und Nadine Liechti aus dem Kanton Zürich haben aber nicht locker gelassen: Im Kanton Thurgau haben sie schliesslich einen Hof gefunden, der mitmacht am nationalen Zukunftstag. Bauer Herbert Hablützel aus Stehrenberg im Kanton Thurgau hat die Mädchen am Morgen als erstes in den Kuhstall geführt.

Die Milch schmeckt einfach besser, wenn man sie selbst gemolken hat.
Autor: Michelle MüllerSchülerin aus Uster

Und beim Misten im Stall stellen sich Fragen, die in der Schule noch nicht behandelt worden sind: Wie viel Liter Milch gibt denn eigentlich so eine Kuh? Spannendes zu entdecken gibt es aber auch beim Gebäude, wo es laut gackert: Wie erklärt man den jungen Küken, dass sie nun raus dürfen an die frische Luft?

Das Einzige, was mich heute gestört hat, war das frühe Aufstehen.
Autor: Ladina LiechtiSchülerin Nänikon/ZH

Das Leben auf dem Bauernhof ist spannend, aber anstrengend. Früh aufstehen gehört dazu, genauso wie das Misten im Stall und die Arbeit auf dem Feld. Trotzdem hat es den beiden Schülerinnen der Zukunftstag auf dem Bauernhof gefallen.

Der Zukunftstag ist beliebt

Entstanden ist der Nationale Zukunftstag als «Nationaler Tochtertag». Initiiert wurde er im Jahre 2001 im Rahmen eines Lehrstellenprojektes der Schweizerischen Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten. Das Interesse am Tochtertag war von Beginn weg gross und ist es bis heute geblieben.

Der Zukunftstag kurz erklärt

Am Zukunftstag lernen Schülerinnen und Schüler neue Berufe und untypische Arbeitsfelder kennen. So öffnen sich Horizonte: Mädchen und Jungen sollen Mut und Selbstvertrauen bekommen und ihre Zukunft losgelöst von starren Geschlechterbildern an die Hand nehmen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Ich frage mich, warum man bei Mami- + Papi-sein nicht von "Schmutzarbeit", Misten usw. spricht. Auch das Pflegepersonal hat viel zu Misten, aber hier spricht man nur von "edlen" Berufen. Unsere Journalisten (vor allem junge Leute) sollen sich doch mal zuerst überlegen ob sie bei ihren Kommentaren unsere Werte auch berücksichtigt haben. Ich weiss leider, dass man heute in der Schule vor allem Geschwindigkeit und Menge als Massstab der Leistung hat. Unsere Kinder sollten wieder "Werte" erkennen.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Dieser Artikel soll wohl zeigen, dass die Landwirtschaft nur "Drecksarbeit" sei. Dabei kennen wir doch in einigen "Büros und Ämtern" noch viel schlimmere "Drecksarbeit" nur eben anders. Es geht bei der Landwirtschaft ganz und gar nicht um Drecksarbeit" sondern um die Möglichkeit mit der Natur zu leben. Der Anbau und die Pflege von Pflanzen ist eine höchst anspruchsvolle Arbeit. Versuchen Sie's mal in einem Garten! Und die Aufzucht und Pflege von Tieren ist mindestens so anspruchsvoll wie Kinder.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Da weiss man dann am Abend , dass man einen sinnvollen Mist gemacht hat !
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