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Panorama Zyklon «Pam» über Vanuatu: Hauptstadt Port Vila verwüstet

Ein verheerender Zyklon dreht im Südpazifik plötzlich und trifft mit voller Wucht auf den dicht besiedelten Inselstaat Vanuatu. Mindestens acht Menschen sterben. Ein Viertel der Bewohner der Hauptstadt Port Vila ist obdachlos geworden. Dort sollen knapp 90 Prozent der Häuser zerstört worden sein.

Einer der gewaltigsten je gemessenen Zyklone hat im Inselstaat Vanuatu im Südpazifik verheerende Verwüstungen angerichtet. Zyklon «Pam» riss in der Nacht zu Samstag allein in der Hauptstadt Port Vila tausende Häuser fort, entwurzelte unzählige Bäume und knickte Strommasten wie Strohhalme um, wie Nothelfer aus der Hauptstadt Port Vila berichteten.

Legende: Video «Zyklon «Pam» verwüstet Inselstaat Vanuatu» abspielen. Laufzeit 1:14 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.03.2015.

Nach Angaben der Hilfsorganisation Oxfam wurden in der Hauptstadt bis zu 90 Prozent der Häuser beschädigt.

Mindestens 100'000 Menschen lebten nach UN-Angaben in der Schneise des Sturms. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef fürchtet, dass Zyklon «Pam» die schlimmste Unwetterkatastrophe sein könnte, die diese Pazifik-Region je getroffen hat.

Berichte über 44 Todesopfer

«Ein Bild absoluter Verwüstung», berichtete Chloe Morrison vom Hilfwerk World Vision aus Port Vila. Mindestens ein Viertel der 44'000 Einwohner dürften obdachlos sein. Bestätigt sind mittlerweile mindestens sechs Todesopfer. Die Vereinten Nationen zitierten jedoch unbestätigte Berichte, in denen von 44 Todesopfern die Rede ist.

Ein Bild absoluter Verwüstung
Autor: Chloe MorrisonHilfsorganisation World Vision

Unzählige Häuser und Regierungsgebäude seien komplett zerstört, sagte der Sprecher der Behörde für Katastrophenschutz, Mishaen Lulu Garae, im neuseeländischen Rundfunk. Auch ein Teil des Zentral-Krankenhauses sei zerstört worden.

Sturmböen von bis zu 340 Kilometer pro Stunde

«Pam» ist ein Zyklon der gefährlichsten Kategorie 5. Meteorologen schätzten die Geschwindigkeit der Sturmböen auf bis zu 340 Kilometer pro Stunde. Die rund 80 Inseln haben zwar Berge, aber die meisten der 250'000 Einwohner wohnen in Küstennähe oft in einfachen Hütten.

Satellitenaufnahme des Sturms
Legende: Windspitzen von bis zu 340 Stundenkilometern sollen im Inselstaat Vanuatu gemessen worden sein. Reuters

Fernsehsender zeigten erste Videos, die nach ihren Angaben aus der Region stammen. Darauf waren mächtige Wellen zu sehen, die über Uferpromenaden hereinbrachen, sowie entwurzelte Bäume und umgeknickte Strommasten. Überall lagen Schuttberge. Nach dem Durchzug des Zyklons gingen auch noch verheerenden Regenfälle nieder.

Inseln von der Aussenwelt abgeschnitten

Die Gesamtlage ist noch immer völlig unübersichtlich: Die kleineren Inseln Vanuatus waren von der Aussenwelt abgeschnitten. Mobilnetze funktionierten nicht. «Es ist klar, dass die volle Wucht des Super-Zyklons (die Inseln) deutlich schlimmer getroffen hat als vorhergesagt», berichtete Unicef-Sprecherin Alice Clements aus Port Vila.

«Es ist noch zu früh, dies mit Sicherheit zu sagen, aber die ersten Berichte lassen vermuten, dass diese Wetterkatastrophe die schlimmste sein könnte, die diese Pazifikregion je getroffen hat,» meinte Unicef-Neuseeland-Direktorin Vivien Maidaborn.

Vanuatus Präsident Baldwin Lonsdale nahm in Japan an der UN-Konferenz zur Katastrophenvorsorge teil. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon versprach dem Land bei einem Gespräch mit Lonsdale Hilfe. Seine Gedanken seien bei den Einwohnern.

Zuletzt waren bei Zyklon Lusi, einem Kategorie-2-Sturm, im März 2014 auf Vanuatu zehn Menschen ums Leben gekommen. Im November 2013 war Taifun «Haiyan» vom Pazifik über die Philippinen hereingebrochen. Es kamen mehr als 7000 Menschen um. «Haiyan» war mit Spitzenböen von mehr als 370 Kilometern in der Stunde der stärkste Taifun, der je an Land kam. Taifune, Zyklone und Hurrikans sind die gleichen Wettersysteme, sie werden nur je nach Weltregion anders genannt.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Dupont, Küsnacht
    Schuld daran ist natürlich die angeblich vom Menschen verursachte Klimaveränderung, wie es die nachfolgenden Kommentare "beweisen" werden, nicht aber die Analyse der Erdgeschichte .....
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    1. Antwort von M.Schmid, Bern
      Und andere behaupten wohl implizit, dass die beobachtete und erwartete menschenverursachte Klimaveränderung nicht statt findet, weil es Unwetter schon immer gab...? Es ist ja saicher nicht der wissenschaftliche Konsens, dass bei einer Erwärmung jeden Tag pro Region ein monumentaler Sturm plus eine Dürre stattfindet. Es sind einfach je nach Modell durchschnittlich 1-4 Grad bis 2100 extra auf der Welt zu erwarten, und das hat verschiedene Konsequenzen - nicht jede letzte schlecht.
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    2. Antwort von Markus berner, bern
      Herr Dupont Schuld daran das diese Menschen in Vanuatu Sterben mussten ist der Zyklon. Ob Klimaveränderung oder gar Klimaerwährmung Interessiert die Leute da Gerade Wenig. Aber ihn Küsnacht ist die Welt ja Noch in Ordnung. Klimaveränderung gab es immer und wird es immer Geben ,Klimaerwährmung hat massive Auswirckungen auf das Wetter ob nun Mensch gemacht oder nicht. Und es gibt Leute die Darunter Leiden....natürlich nicht in Küsnacht.
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    3. Antwort von René Balli, Biel
      Die Frage ist nicht ob sich das Klima verändert, Herr Dupont, die Frage ist in welcher Geschwindigkeit dies geschieht. Wenn Sie das Argument der Erdgeschichte auftischen, sollten Sie auch erwähnen, dass die Geschwindigkeit des Wandels ein Ausmass angenommen hat, welches geschichtlich gesehen, ein absoluter Rekord ist, ausser Sie wissen es besser. Trockene Frühlinge und nasse Sommer häufen sich bei uns frappant, fragen Sie die Bauern. Kalifornien geht nun ins vierte Jahr einer Megadürre. Zufall?
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    4. Antwort von Urs Dupont, Küsnacht
      q.e.d.!
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