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Kantonale Asylunterkunft 100 Asylbewerber ziehen in früheres Badener Hotel

Das ehemalige Hotel «La Cappella» wird vorübergehend zur Asylunterkunft. Der Kanton Aargau mietet das Hotel.

Das Hotel La Capella
Legende: Bis vor Kurzem war das «La Cappella» noch als Hotel und Restaurant in Betrieb. Ab August beherbergt es nun Flüchtlinge. Stefan Brand/SRF

Ab August kann der Kanton Aargau das frühere Hotel als Asylunterkunft nutzen, steht in der Medienmitteilung vom Mittwoch. Nur kleine bauliche Anpassungen seien nötig. «Es sind zum Beispiel Massnahmen im Bereich Brandschutz. Ein Bau- oder ein Umnutzungsgesuch braucht es nicht, das ist so abgesprochen mit der Stadt», sagt Stefan Ziegler, Leiter des Kantonalen Sozialdienstes (KSD).

Ein Bau- oder ein Umnutzungsgesuch braucht es nicht, das ist so abgesprochen mit der Stadt.
Autor: Stefan ZieglerLeiter Kant. Sozialdienst

Er betont, es sei eine Zwischenlösung, bis der Besitzer des Hotels neue Pläne habe. Der Kanton rechnet damit, dass das «La Cappella» etwa anderthalb Jahre als Asylunterkunft in Betrieb sein wird. Einziehen werden voraussichtlich vor allem Männer aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und Somalia.

Stefan Ziegler erklärt, wie die Betreuung funktionieren wird: «Tagsüber sind immer zwei Personen als Betreuer permanent vor Ort. In der Nacht ist unser Dienst unterwegs und besucht und kontrolliert die Unterkunft periodisch.» Mit der Regionalpolizei und der Kantonspolizei gebe es Absprachen, dass man bei Vorfällen sehr rasch reagieren könne.

Aufbauen auf früheren Erfahrungen

Der Stadtrat von Baden stehe der Eröffnung der neuen kantonalen Unterkunft positiv gegenüber, schreibt der Kanton Aargau. Stefan Ziegler führt das darauf zurück, dass man mit der kantonalen Unterkunft in der geschützten Operationsstelle des Kantonsspitals Baden (Gops) «recht gute Erfahrungen» gemacht habe. Dort seien zuerst auch Bedenken aufgetaucht. Doch der Betrieb sei reibungslos verlaufen und die Bedenken hätten sich aufgelöst.

Die Gops war bis Anfang Jahr in Betrieb. Dort waren rund 200 Asylbewerber untergebracht. Für die Unterkunft im «La Cappella» soll eine Begleitgruppe mit Vertretern der verschiedenen Interessensgruppen ins Leben gerufen werden.

Am Mittwoch, 9. August, findet in der Aula des Schulhauses Kappelerhof eine Informationsveranstaltung für Anwohner statt.

Asylunterkunft «Metropol»

Mit den 200 Personen in der kantonalen Unterkunft in der Gops hatte Baden seine Aufnahmepflicht mehr als erfüllt. Als klar wurde, dass die Gops schliesst, suchte Baden nach einer eigenen Unterkunft und fand sie im ehem. Restaurant Metropol. Diese soll Anfang August bezogen werden. Mit der Unterkunft «La Capella» ist Badens Aufnahmepflicht nun wieder mehr als erfüllt. Braucht es nun die Unterkunft im «Metropol» noch? Hildegard Hochstrasser, die Leiterin des städtischen Sozialdienstes: «Wir können nicht auf das ‹Metropol› verzichen. Das ‹La Capella› ist nur für anderthalb Jahre geplant. Danach sind wir wieder in der Stellungspflicht. Mit dem Metropol haben wir aber eine Lösung für die nächsten vier, fünf Jahre.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wer schon einmal in den Herkunftsländer gewesen ist, wo diese "Flüchtlinge" her kommen und die Lebensverhältnisse der Menschen dort sah, kann solche Unterkünfte (für die angekommenen "Asylbewerber"!) nie nachvollziehen! Entweder bekommen die Afrikaner einen Kulturschock oder aber, sie glauben, dieser "Luxus" sei hier Standard und alles sei selbstverständlich und "gratis" zu haben! 2. Dass der Kanton dem Hotelbesitzer damit ein "Super-Geschenk" macht, setzt zu dieser Lösung zusätzlich ein "?" !
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