50-Jähriger wegen sexuellen Handlungen mit Kindern in Haft

Gegen einen 50-Jährigen Mann läuft im Aargau ein Strafverfahren wegen mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind, mehrfachem Exhibitionismus und mehrfacher sexueller Belästigung. Der Schweizer, der auch im Kanton Zürich auffiel, sitzt in Untersuchungshaft.

Pausenplatz im Kanton Zürich

Bildlegende: Der Mann trieb sein Unwesen auch auf Schularealen oder Schulwegen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach. Keystone

Der Mann soll sich in den Jahren 2013 bis 2015 in den Kantonen Aargau und Zürich wiederholt in Anwesenheit oder in Sichtweite von Kindern und Erwachsenen entkleidet haben. Er soll ihnen seine Genitalien gezeigt haben. Das teilte die Aargauer Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Auf Schularealen und auf Schulwegen

Der Schweiz trug bei seinem Treiben jeweils eine Fahrradmontur. Er beging die Taten gemäss Staatsanwaltschaft auf Schularealen, bei Turnhallen sowie entlang von Schulwegen. Teilweise soll der Beschuldigte vor Kindern unter 16 Jahren sowie vor Erwachsenen bis zum Samenerguss onaniert haben.

Hafttransportwagen in Lenzburg

Bildlegende: Der Schweizer, der auch im Kanton Zürich auffiel, sitzt in Untersuchungshaft. Keystone

Auf den Mann stiess die zuständige Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach aufgrund einer Anfrage der Kantonspolizei Zürich. Der Schweizer hatte sich in Zürich vor mehreren Kindern, die bei einem Schulhaus Fussball spielten, selbst befriedigt.

Im Aargau waren ähnliche, ungeklärte Fälle registriert worden. Der Beschuldigte bestreitet laut Staatsanwaltschaft - mit Ausnahme der Tat in Zürich - die ihm zur Last gelegten Sachverhalte.

Datenträger sichergestellt, drei Monate U-Haft

Bei einer Hausdurchsuchung am Wohnort stellten die Strafverfolgungsbehörden mehrere elektronische Datenträger sicher. Diese werden derzeit ausgewertet, und der Mann wird psychiatrisch begutachtet.

Der 50-Jährige sitzt für mindestens drei Monate in Untersuchungshaft. Das Aargauer Zwangsmassnahmengericht hiess die von der Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft gut. Das Gericht bestätigte den dringenden Tatverdacht und sah auch eine Wiederholungsgefahr.