Finanzen Stadt Solothurn 8 Millionen Franken Überschuss – 7 Millionen mehr als geplant

Die Stadt Solothurn weist in ihrer Rechnung Zahlen aus, von denen andere Gemeinden nur träumen können. 7,8 Millionen Franken Ertragsüberschuss für das Jahr 2016. Das sind 7,1 Million mehr als budgetiert. Wie geht das?

Überschüsse Stadt Solothurn Die Jahresrechnung 2016 der Stadt Solothurn schliesst mit einem Überschuss von 7,8 Millionen Franken und damit massiv über dem budgetierten Wert. Auch in den Vorjahren hatte die Stadt eher defensiv budgetiert, was in der Politik auch kritisiert worden war.

Finanzverwalter Reto Notter spricht auf Anfrage von einem «sehr guten Ergebnis». Von einer Krise bemerke die Stadt Solothurn nichts. Im Gegenteil:

  • Mehr Geld bringen unter anderem die Taxationskorrekturen ein: Privatpersonen haben zu tiefe Vorbezüge erhalten und nun Steuern nachbezahlt. Für die Jahre 2014 und 2015 sind dies 1,4 Millionen Franken.
  • Zudem haben ausländische Steuerzahler so viel Steuern abgeliefert wie seit Jahren nicht mehr.
  • Dazu kommen diverse andere Steuern – von Firmen, Grundstücken,… – was insgesamt zu 3,8 Millionen höheren Einnahmen führt.

Für das laufende Jahr habe man nun höhere Steuereinnahmen vorgesehen im Budget, so Finanzverwalter Notter. Die Abweichung der Rechnung sollte deshalb künftig nicht mehr so hoch sein wie in diesem und vergangenen Jahren (vgl. Grafik oben).

Höhere Einnahmen und tiefere Ausgaben

Die Stadt Solothurn hat im letzten Jahr nicht nur mehr Geld eingenommen als geplant, sondern auch weniger Geld ausgegeben. Der Aufwand liege 3,8 Millionen Franken unter dem Budget, heisst es in einer Mitteilung der städtischen Finanzverwaltung. Zwei Erklärungen:

  • Umliegende Gemeinden haben der Stadt etwa mehr bezahlt für Schulgelder.
  • Grosse Bauprojekte wie die neue Turnhalle des Schulhauses Hermesbühl kosteten deutlich weniger als geplant.

Den Ertragsüberschuss steckt die Stadt Solothurn nun in kommende Grossprojekte wie den Bau von Kindergärten.