Aarau braucht mehr Geld für das neue Fussballstadion

Das geplante Stadion in Aarau wird noch etwas teurer als gedacht. Der Aarauer Stadtrat will darauf verzichten, dass ein Darlehen von 300'000 Franken zurückgezahlt wird. Das Stadionprojekt ist derzeit wegen einer Einsprache blockiert.

Visualisierung Fussballstadion Torfeld Süd

Bildlegende: Die Betreiberfirma des geplanten Fussballstadions braucht Geld von der Stadt. zvg

Das neue Fussballstadion in Aarauer Quartier Torfeld Süd kommt die Steuerzahler teuer zu stehen. Bereits 17 Millionen Franken haben die Stimmbürger dafür gesprochen. Nun soll es noch mehr werden.

Der Aarauer Stadtrat will ein Darlehen von 300'000 Franken in einen Kredit umwandeln. Die Betreiberin, die Stadion Aarau AG, wird das Geld also nicht zurückzahlen müssen.

Geplant war, dass die Stadion Aarau AG mit Sponsoring-Geldern das Darlehen zurückzahlt. «Weil die Baubewilligung aber nicht rechtskräftig ist, kann man immer noch kein Geld generieren», sagt der Aarauer Stadtrat Lukas Pfisterer gegenüber Radio SRF.

Verzögerter Bau kostet die Stadt

Der Baubeginn für das Fussballstadion im Quartier Torfeld Süd hätte eigentlich 2013 sein sollen. Doch diverse Rechtsverfahren und ein Anwohner, der seine Einsprachen stets weitergezogen hat, verzögerten das Projekt. «All dies kostet viel Geld», sagt Pfisterer. Ob die Stadt das Darlehen von 300'000 Franken in einen Kredit umwandeln kann, darüber muss nun der Aarauer Einwohnerrat entscheiden.

Das lange Warten auf das Fussballstadion ist also für die Stadt eine teure Angelegenheit. Und je länger der Rechtsstreit dauert, desto mehr wird das Stadion am Schluss kosten.