Aarauer Messerstecher zieht Urteil ans Obergericht weiter

Der Mann, der vor zwei Jahren in Aarau seine Frau mit einem Messer getötet hat, will sein Urteil nicht akzeptieren. Das Aarauer Bezirksgericht hatte ihn vor gut einer Woche verurteilt, zu 16 Jahren Gefängnis. Nun geht der Mann vors Obergericht.

Der 61jährige Kosovare ist nicht einverstanden mit dem Urteil, welches das Aarauer Bezirksgericht gefällt hat: Dieses verurteilte ihn zu 16 Jahren Gefängnis, weil er seine Frau getötet hatte. Nun zieht der Mann das Urteil ans Obergericht weiter. Das bestätigt dessen Verteidiger auf Anfrage des Regionaljournals Aargau Solothurn von Schweizer Radio SRF am Donnerstag.

Bild eines Richterhammers, der auf einem Schreibstisch liegt. Im Hintergrund ein aufgeschlagenes Buch.

Bildlegende: Am 29. Mai 2013 verurteilte das Aarauer Bezirksgericht den Kosovaren zu 16 Jahren Haft. Nun gibt es einen neuen Prozess. Colourbox

Der Täter war am 25. März 2011 besonders brutal vorgegangen. Er tötete damals seine Frau mit 23 Messerstichen. Zuvor hatten Nachbarn und Handwerker die Schreie der Frau gehört. Als die Handwerker die Wohnung der beiden betraten, fanden sie eine blutüberströmte Frau. Zu diesem Zeitpunkt war der Ehemann bereits auf dem Weg zum nächsten Polizeiposten. Dort gestand er seine Tat.

Der Verteidiger des Angeklagten verlangte vor dem Aarauer Bezirksgericht 7 Jahre Gefängnis, die Staatsanwaltschaft 18 Jahre. Nun wird der Fall vor dem Obergericht neu verhandelt.