Aarauer Neubauprojekt «Pont Neuf» umstritten

Am 28. September 2014 stimmt die Aarauer Bevölkerung über den städtischen Kostenanteil zur Realisierung des Bauprojekts «Pont Neuf» ab. Aarau soll mit zehn Millionen Franken rund ein Drittel der Gesamtkosten der Sanierung übernehmen. Dies wegen Sonderwünschen.

Visualisierung Sanierung Kettenbrücke

Bildlegende: Visualisierung des Projektes «Pont Neuf» zum Ersatz der Kettenbrücke in Aarau. zvg

Im Kanton Aargau muss eigentlich der Kanton die Brücken über die grossen Flüsse bezahlen. Hat eine Stadt oder eine Gemeinde jedoch Sonderwünsche, die gemäss Kanton nicht nötig sind, muss diese die Extra-Wünsche selber finanzieren.

Genau solche hat die Stadt Aarau. Man will nicht nur die 60-jährige Kettenbrücke sanieren, sondern auch den Velo- und Spazierweg, der unter der Brücke hindurch führt, verbreitern.

Wie viel Luxus gönnt sich Aarau

Dies sorgt für Kritik von prominenten Politikern. Sowohl der ehemalige Baudirektor und FDP-Ständerat Thomas Pfisterer wie auch der ehemalige SP-Regierungsrat Silvio Bircher wehren sich gegen den Zehn-Millionen-Kredit. «Die Sanierung sollte auf das Minimum reduziert werden», sagt Silvio Bircher gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Der Aarauer Stadtrat Werner Schib ist anderer Meinung: «Die Brücke ist ein Bestandteil der historischen Altstadt und soll in das Stadtbild passen.» Er hat keine Angst, dass das Projekt «Pont Neuf» vom Aarauer Stimmvolk abgelehnt wird. Eine optimistische Einschätzung. Schliesslich haben die Bürgerinnen und Bürger erst kürzlich die Neugestaltung des Aare-Ufers abgelehnt.