Streit um Kunsteisbahn Aarauer Sportclubs dürfen bereits vor der Saison trainieren

Hockeyspieler und Eiskunstläuferinnen dürfen das Eis in der Keba ab dem 21. August nutzen, hat der Kanton entschieden.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Aargauer Eissport-Clubs dürfen bereits vor der Hauptsaison in der Kunsteisbahn Aarau trainieren.
  • Der Kanton hat zwei Beschwerden dagegen von Anwohnern abgewiesen.
  • Der Entscheid kann angefochten werden, dies hätte allerdings keine aufschiebende Wirkung.

Die Rechtsabteilung des Aargauer Baudepartements hat entschieden: Die Aarauer Sportclubs dürfen ab Ende August auf dem Innenfeld der neuen Kunsteisbahn trainieren – auch wenn dagegen noch Einsprachen hängig sind. Darüber haben Vertreter der Stadt, der Clubs und der Keba-Betreiber am Dienstagabend informiert.

Konkret geht es um die Saison-Vorbereitung der Argovia Stars und des Eislaufclubs Aarau. Die Eishockeyspieler wollen sich auf ihre Saison in der 1. Liga vorbereiten, bei den Eiskunstläuferinnen sind es vor allem die Juniorinnen, welche für Wettkämpfe trainieren. Mit dem Entscheid des Kantons können sie das nun ab dem 21. August. Dann soll das Eis in der Keba bereit sein. Die reguläre Saison mit Eislauf beginnt am 1. Oktober.

Man habe gespannt auf den Entscheid des Kantons gewartet, betonten vor allem die Vertreter der Sportclubs. Nun könne man Talente im Verein halten, da ihnen eine Trainingsmöglichkeit zur Verfügung stehe, heisst es beim Eislaufclub. Und auch beim Hockeyclub reagiert man erleichtert, weil für die Trainings nicht eine andere Lösung gesucht werden muss.

Der zuständige Aarauer Stadtrat Hanspeter Hilfiker betonte denn auch, dass man dem Kanton dankbar sei für seinen raschen Entscheid. Bereits kurz nach Eingang der Beschwerden sei entschieden worden. Die Anwohner könnten gegen den Entscheid des Kantons zur Vorsaison-Nutzung nun beim Verwaltungsgericht anfechten. Dies hätte allerdings keine aufschiebende Wirkung. Die Aarauer Eissport-Clubs können sich also auf ihre Saison vorbereiten.

Streit um Kunsteisbahn

Seit Anfang Jahr dauert der Streit um die Öffnungszeiten der neuen Kunsteisbahn. Es geht um Fehler im Baugesuch. Unterdessen beschäftigt die Angelegenheit fünf Anwälte auf beiden Seiten. Für die Hauptsaison haben sich die Streitparteien auf eine Übergangslösung geeinigt. Innerhalb von drei Jahren soll nun eine definitive Lösung vorliegen.