Aargau gewinnt und Solothurn verliert

Bei den Wahlen 2015 erhält der Kanton Aargau einen Sitz mehr im Nationalrat. Der Kanton Solothurn muss dagegen mit einem Mandat weniger auskommen.

Immer mehr Menschen leben im Kanton Aargau. Dies wirkt sich nun auch auf die Sitze im Nationalrat aus. Weil der Aargau stärker wächst als andere Kantone, erhält er ein Mandat mehr. Im Gegensatz dazu verliert der Kanton Solothurn einen Sitz. Das hat der Bundesrat am Mittwoch beschlossen.

Blick in den Nationalrratssaal in Bern.

Bildlegende: Solothurn gibt einen Sitz an den Aargau ab. Parlament.ch/Wikipedia.org

Der Aargau kommt neu auf 16 Sitze. Vom zusätzlichen Mandat könnte die CVP profitieren. Die Partei hatte bei den vergangenen Wahlen einen zweiten Sitz um wenige tausend Stimmen verpasst. Die Aargauer CVP-Nationalrätin Ruth Humbel zeigte sich gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF zuversichtlich, dass nun die Chancen grösser sind einen weiteren Sitz zu erobern. Dank des zusätzlichen Mandats ist es im Aargau für die Parteien einfacher zumindest ihre Sitze zu halten.

Ein Gedrängel gibt es dagegen in Solothurn. Der Kanton hat neu nur noch sechs Sitze. Dies ist einer weniger als heute. Welche Partei diesen Sitz verliert, ist schwierig einzuschätzen. Rein von der Wählerstärke her müsste wahrscheinlich die CVP in den sauren Apfel beissen. Allerdings ist viel entscheidender, welche Parteien bei der kommenden Wahl zusammenarbeiten und Listenverbindungen eingehen.

Klar ist zurzeit eigentlich nur eines: Für die kleinen Parteien wird es in Solothurn noch schwieriger einen Sitz im Nationalrat zu erobern. Dies ist vor allem für die Grünen bitter. Die Partei hatte bei den letzten Wahlen ihren Sitz an die SP verloren. Die Chancen diesen zurückzugewinnen sind nach dem Entscheid des Bundesrats gesunken. Letztlich entscheiden aber natürlich die Wähler am 18. Oktober 2015.