Aargau organisiert 1. August Feier in Paris

Nirgends wohnen so viele Auslandschweizer wie in Frankreich. In Paris wird das Fest zum Nationalfeiertag in diesem Jahr vom Kanton Aargau mitorganisiert.

In der rechten Bildhälfte ist ein Lampion zu sehen. Das Lampion ist von innen her beleuchtet, wie es sich für ein Lampion gehört. Das Lampion ist rund. Es ist rot, mit vielen weissen Schweizerkreuzen. Hinter dem Lampion und in der linken Bildhälfte ist im dunkeln Himmel schwach noch ein Feuerwerk zu erkennen. Der Fotograf hat hier sehr schön mit Schärfe und Unschärfe gespielt.

Bildlegende: Der Kanton Aargau feiert mit, an der 1.-August-Feier in Paris. Keystone

Frankreich ist das Land mit dem grössten Anteil an Auslandschweizern. Traditionsgemäss wird die 1.-August-Feier der Auslandschweizer Organisation ASO von der Schweizer Botschaft und einem Kanton unterstützt. In diesem Jahr ist die Reihe am Kanton Aargau. Die Feier findet am Samstag bei der Fondation Suisse in der Cité Internationale Universitaire in Paris statt.

500 Gäste feiern den Nationalfeiertag in Paris

An den Anlass eingeladen sind Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sowie Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur aus dem Grossraum Paris.

Zur Aargauer Delegation gehören Landstatthalter Roland Brogli (CVP) und Regierungsrat Urs Hofmann (SP), Staatsschreiber Peter Grünenfelder, die Ständerätinnen Pascale Bruderer Wyss (SP) und Christine Egerszegi (FDP), Nationalrat Maximilian Reimann (SVP) sowie Mitglieder des Büros des Grossen Rats. Insgesamt werden 500 Gäste erwartet.

Rübli-Törtchen für Pariser

Der Kanton Aargau ist auch mit seinen Spezialitäten präsent. Für die Feier wurden mehrere hundert «Rüebli-Törtchen» nach Paris gebracht, sagte der Aargauer Regierungssprecher Peter Buri gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Zudem können die Gäste Schokolade von Chocolat Frey konsumieren. Weiter treten die Lenzburger «Geislechlöpfer» auf.

Der Aargau hofft, dass die 1.-August-Feier mithilft, die Beziehungen zwischen der Schweiz und Frankreich zu verbessern. Diese sind zurzeit wegen des Steuerstreits angespannt. Man wolle den persönlichen Kontakt pflegen und dank der 1.-August-Feier könne man sich auch ausserhalb der politischen Agenda austauschen, so Buri.

Für den Kanton Aargau ist Frankreich ein sehr wichtiger Partner. So exportiert etwa der Aargau Waren mit einem Wert von über 500 Millionen Franken ins Nachbarland. Zudem ist ein grosser Teil der Auslandschweizer in Frankreich im Aargau registriert.