Aargau schliesst 41 Jahre Forschung ab

Nach 41 Jahren Arbeit hat die Aargauer Kantonsbibliothek Ende 2014 ihr Forschungsprojekt über den Nachlass der Zuger Magistratenfamilie Zurlauben abgeschlossen. Diese sogenannte «Acta Helvetica» stellt ein bedeutendes kulturhistorisches Erbe aus der frühen Neuzeit der Schweiz dar.

Ausschnitt aus einem historischen Zeitungsartikel

Bildlegende: In den «Acta Helvetica» finden sich 35'000 Dokumente der Schweizer Geschichte zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. zvg

Die hauptsächlich aus dem 16. bis Mitte 18. Jahrhundert stammenden Dokumente waren nach dem Ende der Helvetischen Republik vom Kanton Aargau erworben worden. Die Sammlung Zurlaubiana bildete den Grundstock der 1803 gegründeten Kantonsbibliothek.

1973 lancierten der Kanton Aargau und der Schweizerische Nationalfonds ein Forschungsprojekt zur Erschliessung der 186 Bände. Finanziell daran beteiligt haben sich auch der Kanton und die Stadt Zug sowie die Kantone Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Solothurn und Luzern.

Rund 35'000 handschriftliche Dokumente aus dem Familienarchiv wurden zusammengefasst und durch Register erschlossen. Die Zusammenfassungen der Dokumente der Bände 1 bis 144 sind in 17 Serien mit 68 Textbänden und 17 Registerbänden in gedruckter Form erschienen.

Die Zusammenfassungen der Dokumente der restlichen Bände liegen in elektronischer Form vor. Alle Zusammenfassungen sind auf der Webseite der Aargauer Kantonsbibliothek zugänglich.

Die Dokumente seien ein eindrücklicher Beleg für die Bedeutung der Familie Zurlauben, heisst es in einer Mitteilung des Aargauer Departements Bildung, Kultur und Sport vom Montag. Sie zeigten den Einfluss, den die Familie in jener Zeit auf das politische und gesellschaftliche Leben im Kanton Zug und in der übrigen Eidgenossenschaft, aber auch in Frankreich und im restlichen Europa ausübte.

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