Aargau setzt Licht-Obligatorium nicht streng durch

Seit dem 1. Januar müssen Autofahrer in der Schweiz auch tagsüber mit Licht fahren. In den meisten Kantonen wird das Fahren ohne Licht seit Anfang Jahr gebüsst. Im Aargau muss man aber erst im Jahr 2015 mit einer Busse rechnen.

Eine nasse Autobahn mit verschiedenen Fahrzeugen, die mit Licht am Tag fahren.

Bildlegende: Das Fahren ohne Licht am Tag ist seit dem 1. Januar verboten Keystone

Wer tagsüber ohne Tagfahr- oder Abblendlicht fährt, der wird in den meisten Kantonen mit 40 Franken gebüsst. Nicht jedoch im Kanton Aargau. Hier können die Autofahrer im Jahr 2014 mit einer kulanten Polizei rechnen.

«Wir beschränken uns sicher in diesem Jahr darauf, fehlbare Lenker zu verwarnen und verzichten auf eine Busse», sagte Sprecher Bernhard Graser auf Anfrage. Für die Aargauer Polizei entspricht dies einer Umsetzung mit «Augenmass» und «gesundem Menschenverstand». Im Fokus der Kantonspolizei stünden grobe Verkehrsdelikte.

Auch im Nachbarkanton Solothurn wurden fehlbare Autofahrer bisher «tendenziell auf die Neuerung aufmerksam gemacht», wie es bei der Kantonspolizei auf Anfrage heisst. Es seien aber auch Bussen ausgesprochen worden.

Besonders streng war in dieser Hinsicht bisher der Kanton Bern. Dort gab es keine Toleranz- oder Übergangsfrist wie in anderen Kantonen. Seit dem 1. Januar wurden bereits 650 Bussen à 40 Franken verteilt.