Urnengang 21. Mai Aargau: So stimmt und wählt das Volk in den Gemeinden

Hier finden Sie die Übersicht über kommunale Abstimmungen und Wahlen im Aargau, laufend aktualisiert.

Aarau/Buchs: Ja zur Kreisschule Aarau-Buchs

Das Stimmvolk von Aarau und Buchs hat die neue Kreisschule Aarau-Buchs gutgeheissen. In Buchs fiel der Entscheid mit nur 50,5 Prozent Ja-Stimmen aber sehr knapp aus. In Aarau wurde die Vorlage von gut 62 Prozent der Stimmenden angenommen.

Die neue Kreisschule Aarau-Buchs soll die Nachfolgeorganisation der Kreisschule Buchs-Rohr werden. Seit der Fusion von Aarau mit Rohr im Jahr 2010 gab es in Aarau zwei verschiedene Schulsysteme. Mit der neuen Kreisschule soll dies nun behoben werden. Sie wird ihren Betrieb im Sommer 2018 aufnehmen.

Aarau: Keine neue Trägerschaft für Pflegeheime

Die Pflegeheime Golatti und Herosé sowie die Alterssiedlung Herosé werden nicht in eine Aktiengesellschaft überführt. Das Aarauer Stimmvolk hat die Vorlage mit rund 53 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Die Überführung in eine Aktiengesellschaft hätte den Institutionen mehr unternehmerische Freiheit geben sollen.

Das Aktienkapital hätte anfänglich zu 100 Prozent der Stadt gehört – der Stadtrat hätte jedoch bis zu 33 Prozent des Anteils verkaufen dürfen. Darüber hinaus hätte der Einwohnerrat Veräusserungen von Aktien bewilligen müssen.

Aarburg: FDP gewinnt zweiten Sitz im Gemeinderat

Die Gemeinderatswahlen in Aarburg sind bereits im ersten Wahlgang entschieden - alle fünf Sitze sind besetzt.

Portrait Dino di Fronzo.

Bildlegende: Er holt für die FDP den zweiten Sitz im Gemeinderat Aarburg: Dino Di Fronzo. SRF

Von den Bisherigen stellten sich vier zur Wiederwahl. Sie wurden alle in ihrem Amt bestätigt: Rolf Walser (SP), Martina Bircher (SVP), Hans-Ulrich Schär (parteilos) und Fredy Nater (FDP).

Da Alois Spielmann (CVP) nicht mehr antrat, hoffte die FDP auf einen zweiten Sitz im Gemeinderat. Diesen holte sie sich nun mit ihrem Kandidaten Dino Di Fronzo. Er wurde im ersten Wahlgang mit 702 Stimmen gewählt.

Auenstein: Ein Neuer erhält am meisten Stimmen

Der Gemeinderat von Auenstein setzt sich in der Amtsperiode 2018 bis 2021 wie folgt zusammen: Ernst Joho, Pascal Jordi, Edith Lisibach, Reto Porta, Isabelle Schmed. Der neu gewählte Pascal Jordi erhielt mit 427 Stimmen am meisten Stimmen aller Kandidierenden. Die Wahl des Gemeindeammanns findet am 24. September statt.

Berikon/Widen: Gemeindefusion Mutschellen ist geplatzt

Die Fusion der Gemeinden Berikon, Widen und Rudolfstetten-Friedlisberg zur Gemeinde Mutschellen ist gescheitert. Die Gemeinden Berikon und Widen sagen beide «nein» zu einem Kredit von je 45'000 Franken für die Ausarbeitung eines Fusionsvertrags. Damit ist die Fusion zu einer 12'000-Seelen-Gemeinde vom Tisch.

In Widen betrug der Nein-Stimmen-Anteil über 67 Prozent, in Berikon gut 61 Prozent. In beiden Gemeinden wurde abgestimmt, weil es gegen die Beschlüsse der Gemeindeversammlungen Referenden gab. In Rudolfstetten-Friedlisberg war eine Urnenabstimmung nicht nötig, gegen das «Ja» an der Gemeindeversammlung wurde hier kein Referendum ergriffen.

Birrwil: Grossrat Max Härri neu auch im Gemeinderat

Bei den Gesamterneuerungswahlen in Birrwil galt es, zwei Sitze neu zu besetzen. Einer der beiden Sitze gewinnt der Grossrat Max Härri (SVP). Er erzielte mit 287 Stimmen das beste Resultat. Der zweite Neugewählte ist der parteilose Jeremias Setz.

Für die übrigen drei Sitze stellten sich drei Bisherige. Alle schafften die Wiederwahl im ersten Wahlgang: Martina Jenni, Barbara Cristina Kopp und Heinz Neeser.

Brugg: Ja zu Betriebsbeiträgen an den Campussaal

Blick ins Foyer des Campussaal

Bildlegende: Der grosse Saal auf dem Gelände der Fachhochschule kann für öffentliche und private Anlässe gemietet werden. SRF

Die Stadt Brugg wird den Betrieb des Campussaals weiterhin finanziell unterstützen. Das Stimmvolk befürwortete dies mit gut 53 Prozent Ja-Stimmen aber eher knapp. Es geht um jährlich maximal 352'000 Franken für 10 Jahre. Die SVP hatte die Betriebsbeiträge bekämpft. Sie findet, der Campussaal bringe der Bevölkerung zu wenig.

Auch Windisch beteiligt sich finanziell am Betrieb des Campussaals. In Windisch ist der jährliche Betrag aber tiefer (maximal 190'000 Franken jährlich), so dass keine Volksabstimmung nötig war. Der Windischer Einwohnerrat hat den Betrag für die nächsten 5 Jahre gesprochen.

Buchs: Bärenplatz wird nicht verkauft

Die Gemeinde Buchs kann eine Teilfläche des Bärenplatzes nicht verkaufen. Das Stimmvolk hat den Verkauf mit zwei Drittel Nein-Stimmen deutlich abgelehnt. Der Verkauf an die ADAG Liegenschaften AG (Aarau) hätte der Gemeinde 2,8 Millionen Franken gebracht.

Die private Investorin plante auf dem 1610 Quadratmeter grossen Areal eine Überbauung mit Wohnungen, Büros und Gastronomiebetrieben.

Ehrendingen: Die Hürde für Referenden wird herabgesetzt

Bisher brauchte es in Ehrendingen die Unterschriften von 20 Prozent aller Stimmberechtigten, um ein Referendum zu ergreifen. Künftig sind es nur noch 10 Prozent. Das Stimmvolk hat die Änderung der Gemeindeordnung deutlich angenommen.

Mit der Revision der Gemeindeordnung wird auch die Regelung für Grundstück- und Liegenschaftsgeschäfte angepasst. Künftig entscheidet über den Tausch von Grundstücken der Gemeinderat und nicht mehr der Gemeindeversammlung.

Oftringen: Ein Gemeinderatssitz ist noch frei

In Oftringen sind vier von 5 Gemeinderatssitze besetzt: Im ersten Wahlgang gewählt wurden Markus Steiner (SP, bisher), Hanspeter Schläfli (FDP, bisher), Werner Amsler (PRO Oftringen, neu) und Ruth-Maria Stauch (parteilos, neu). Am meisten Stimmen von den Nichtgewählten hat Reto Wild (SVP).

Von den Bisherigen muss Hans Pauli (SVP) am 25. Juni in den zweiten Wahlgang. Nicht mehr angetreten sind der Gemeindeammann Julius Fischer (parteilos) und der Vizeammann René Wullschleger (SVP). Als Favorit für die Ammanwahl im Herbst wird Hanspeter Schläfli gehandelt.

Stein: Nein zur Sanierung des alten Zollhauses

Das alte Zollhaus in Stein kann nicht saniert werden. Das Stimmvolk lehnte den Kredit von 1,2 Millionen Franken mit rund zwei Dritteln der Stimmen ab. Bereits die Gemeindeversammlung im Dezember hatte den Kredit hauchdünn abgelehnt. Gegen den Entscheid wurde das Referendum ergriffen.

Dass das alte Zollhaus erhalten werden soll, dagegen gibt es kaum Widerstand. Umstritten war hingegen ein geplanter, neuer Anbau an das Zollhaus.

Unterentfelden: Gemeinde bleibt im «Zukunftsraum Aarau»

53 Prozent der Stimmberechtigten befürworten einen Kredit von 153'500 Franken für die sogenannte Ausarbeitungsphase. Damit bleibt Unterentfelden ein Teil des Fusionsprojekts rund um Aarau. Die Urnenabstimmung brauchte es, nachdem gegen den Entscheid der Gemeindeversammlung (diese befürwortete den Kredit ebenfalls) das Referendum ergriffen worden war.

Zum «Zukunftsraum Aarau» gehören – nebst der Stadt Aarau – die Gemeinden Densbüren, Suhr, Oberentfelden und Unterentfelden.

Windisch: Aus Frau Gemeindeammann wird Gemeindepräsidentin

In Windisch wird die Teilrevision der Gemeindeordnung mit über 77 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Mit der neuen Gemeindeordnung wird unter anderem der Begriff «Gemeindeammann» durch «Gemeindepräsident» ersetzt.

Zudem soll künftig der Gemeinderat allein über Einbürgerungen entscheiden können. Bisher musste auch der Einwohnerrat über Einbürgerungen abstimmen. Für das Budget der Gemeinde ist eine Volksabstimmung zudem nicht mehr obligatorisch.

Zofingen: Alle bisherigen Stadträte im ersten Wahlgang gewählt

Sechs von sieben Stadträte traten zur Wiederwahl an - und allen ist die Wahl im ersten Wahlgang geglückt: Hans-Ruedi Hottiger (parteilos), Hans-Martin Plüss (SP), Christiane Guyer (Grüne / überparteiliches Komitee), Dominik Gresch (GLP), Andreas Rüegger Waldvogel (FDP) und Rahela Syed (SP). Nicht mehr angetreten ist Käthi Hagmann (CVP).

Für den siebenten Sitz braucht es am 25. Juni einen zweiten Wahlgang. Von den Nichtgewählten haben nach dem ersten Wahlgang folgende Kandidaten die beste Ausgangslage: Peter Siegrist (parteilos, 1357 Stimmen), Robert Weishaupt (CVP, 1333 Stimmen) und Barbara Willisegger-Bürgi (SVP, 1320 Stimmen. Der Gemeindeammann wird erst im Herbst gewählt.

Hinweis: Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. SRF publiziert nur Resultate, welche von den Gemeinden gemeldet wurden. Falls Resultate aus Ihrer Gemeinde fehlen, konsultieren Sie bitte die Website Ihrer Gemeinde.