Aargau will medizinische Grundversorgung stärken

Der Kanton Aargau will bei der medizinischen Grundversorgung das Zusammenspiel aller Leistungserbringer forcieren. Das auf vier Jahre angelegte Projekt «Masterplan integrierte Versorgung Aargau» MIVAG soll mithelfen, die Qualität zu steigern und Kosten zu sparen.

Das Projekt soll ab Anfang 2014 die Grundversorgung stärken, wie das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Dienstag mitteilte.

Es geht darum, mit mehr Kommunikation, Koordination und Kooperation zwischen allen Beteiligten im Gesundheitswesen die Behandlungsqualität für die Patientinnen und Patienten zu verbessern. Auf diese Weise soll etwa die mehrfache Untersuchung von Patienten vermieden werden.

Hier sehen Sie einen scharfen Blutdruckmesser sowie einen unscharfen Arzt und eine unscharfe Patientin.

Bildlegende: «Mehr Kommunikation, Koordination und Kooperation zwischen allen Beteiligten». Keystone

Eine Projektstelle beim Kanton soll die Ziele der integrierten Versorgung anschieben. Ihre Aufgabe ist es, mit den Leistungserbringern die konkrete Umsetzung an die Hand zu nehmen. Die Leistungsanbieter sollen die Projekte selbst finanzieren.

Stellenleiter wird der 55-jährige Urs Zanoni. Er war zuletzt Mitglied der Chefredaktion der Zeitschrift «Beobachter». Zanoni wohnt seit Jahren in Aarau. Er wirkt seit 2006 im Vorstand des Forums Managed Care mit, der Schweizer Plattform für integrierte Versorgung.