Aargauer Alt Ständerat Hans Letsch verstorben

Der frühere Aargauer Ständerat Hans Letsch ist im 92. Altersjahr gestorben. Als Vertreter der FDP gehörte er dem Nationalrat (1971-1979) und dem Ständerat (1979-1987) an. Letsch präsidierte in den 1980er den Schweizerischen Arbeitgeberverband.

Christoph Blocher und Hans Letsch

Bildlegende: Hans Letsch (rechts) diskutiert mit Christoph Blocher am 9. März 1983 in der Wandelhalle des Bundeshauses. Keystone

Der in Aarau wohnhafte Letsch verstarb am 18. Oktober, wie aus der am Donnerstag publizierten Todesanzeige der Familie hervorgeht.

Er wurde am 31. März 1924 in Rheineck SG geboren.

Den teuren Staat «stoppen»

Letsch arbeitete nach dem Studium in Zürich zunächst in den Verwaltungen des Kantons Aargau, der Stadt Zürich und des Bundes. 1970 wechselte er in die Privatwirtschaft. Letsch gehörte mehreren Verwaltungsräten an. Als Titularprofessor an der Hochschule St. Gallen war er mit einem ständigen Lehrauftrag für Fragen der Finanz- und Wirtschaftspolitik beauftragt.

Letsch prägte in seiner Zeit die nationale und kantonale Politik. Er setzte sich für eine freiheitliche Ordnungspolitik ein und kritisierte die Staatsgläubigkeit. Er verfasste zahlreiche Publikationen, unter anderem «Stoppt den Staat - er ist zu teuer».

Für Freiheit und Verantwortung

Um Letschs politisches Erbe am Leben zu erhalten, wurde bereits 1988 nach dessen Austritt aus dem Ständerat die Aargauische Stiftung für Freiheit und Verantwortung in Politik und Wirtschaft gegründet. Die Stiftung gilt als Netzwerk bürgerlicher Politiker im Aargau. Sie äussert sich im Sinn von Letsch zu politischen Themen.