Aargauer Bauern hoffen auf grossen Geldsegen

Bäume stehen oder Magerwiesen wachsen lassen: Dies kann sich für die Bauern auszahlen. Der Bund zahlt den Bauern sogenannte Landschaftsqualitätsbeiträge. Viele Aargauer Bauern wollen davon profitieren. Sie haben ihre Skepsis abgelegt.

Hochstamm-Apfelbaum bei Mauensee

Bildlegende: Wenn der Bauer solche Bäume stehen lässt, kann er Geld vom Bund erhalten. Keystone

Es war einer der umstrittensten Punkte der neuen Landwirtschaftspolitik des Bundes: Die Landschaftsqualitätsbeiträge. Auch die Aargauer Bauern hielten und halten zum Teil weiterhin nicht viel davon.

Diese Beiträge verursachten nämlich viel Bürokratie, kritisiert der Geschäftsführer des Aargauer Bauernverbands, Ralf Bucher, gegenüber Radio SRF.

Mehr Bürokratie für mehr Geld

Trotzdem scheinen die Bauern nun bereit, die bürokratischen Hürden auf sich zu nehmen. Ralf Bucher rechnet damit, dass sich 80 bis 90 Prozent um die Beiträge bewerben. Denn: Es locken bis zu 10 Millionen Franken. Dieses Geld könnten die Aargauer Bauern gut gebrauchen, erklärt Ralf Bucher.

Denn die Landwirtschaftspolitik des Bundes benachteilige die Bauern im Mittelland, sorge für Einnahmeausfälle von etwa 10 Millionen. Die Landschaftsqualitätsbeiträge kämen also wie gerufen und könnten einen Teil der Verdienstausfälle wieder ausgleichen.

Bauernverband hilft seinen Bauern

Der Aargauer Bauernverband will seine Mitglieder auf dem Weg an die Geldtöpfe des Bundes unterstützen. In sämtlichen Regionen des Aargaus sollen die Landwirte Projekte erarbeiten und Subventionen beantragen. Dabei arbeitet der Verband auch mit den Regionen zusammen. Gerade erst wurde die Zusammenarbeit mit den Regionalplanungsverbänden im Fricktal und in Baden beschlossen. In anderen Regionen sind die Projektarbeiten schon weiter.