Aargauer Behörden warnen vor Telefonumfragen

Es klingelt. Am anderen Ende meldet sich jemand als Mitarbeiter des Statistikamtes und möchte private Daten. Für die Aargauer Behörden gibt es in einem solchen Fall nur eine richtige Verhaltensweise.

Frau tippt auf einem Smartphone

Bildlegende: Bereits in mehreren Kantonen haben die Behörden dubiose Anrufe registriert. Keystone

Die Aargauer Behörden haben am Mittwoch vor dubiosen Telefonumfragen gewarnt. Unbekannte Anrufer gaben sich als Mitarbeitende des Statistikamtes aus und wollten persönliche Angaben erfahren. Bereits die Behörden in den Kantonen Solothurn, Schaffhausen und der Zentralschweiz warnten.

Unbekannte riefen in den letzten Tagen mehrere Haushalte im Aargau an, um Informationen zu Krankenkasse, Haushaltszusammensetzung und andere Details zu erfragen, wie das kantonale Departement Finanzen und Ressourcen am Mittwoch mitteilte.

Die Anrufer gaben sich als Mitarbeitende von Statistik Aargau aus und bedrängten die angerufenen Personen, sie seien zur Auskunft verpflichtet, da sie nicht auf einen Brief geantwortet hätten, der ihnen vor einiger Zeit zugeschickt worden sei.

Laut Kanton führt Statistik Aargau derzeit keine Umfragen durch. Den Angerufenen sollten nicht auf die Fragen eingehen und keine persönlichen Daten preisgeben. Es sei Vorsicht geboten.

Bundesamt informiert jeweils im Voraus

Im Auftrag des Bundes können Meinungsforschungsinstitute telefonische Erhebungen durchführen, wie der Kanton festhält. In diesen Fällen werden jene Personen, die zur Stichprobengruppe gewählt wurden, mit einem offiziellen Brief des Bundesamtes für Statistik (BFS) mit Sitz in Neuenburg vorgängig informiert.

Das BFS orientiert im Brief über den Zweck der Erhebung und die Dauer des Telefongesprächs. Bei diesen Briefen des BFS ist jeweils ein Erkennungscode aufgedruckt, den die befragte Person vom Telefoninterviewer zur Bestätigung erfragen kann.