Aargauer Bioforschungsinstitut expandiert nach Brüssel

Das Interesse an Bio-Landbau steigt. Nicht nur in der Schweiz, auch international besteht zunehmend mehr Nachfrage nach Wissen und Techniken im Bereich des biologischen Landbaus. Das Aargauer Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) möchte nun stärker in Europa Fuss fassen.

Urs Niggli bei der Arbeit in Frick.

Bildlegende: Urs Niggli ist seit 27 Jahren beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick tätig, aktuell als Direktor. zvg FiBL

Mittlerweile ist es auf der ganzen Welt bekannt – das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) in Frick: In Abu Dhabi arbeiten beispielsweise Experten des FIBL und bauen aktuell gerade ein Forschungs- und Beratungsinstitut auf, und in Brüssel wird das Institut nun gar ein eigenes Büro eröffnen. Das berichtete die «Aargauer Zeitung».

EU ist sehr wichtig für das FIBL

Ein Grund für die Präsenz in Brüssel: Manche Aufträge aus dem EU-Raum kann das FIBL gar nicht erhalten, ohne ein Büro im EU-Raum. Das erklärt Direktor Urs Niggli im Interview mit dem Regionaljournal Aargau Solothurn. Und: «Die EU ist ein wichtiger Auftraggeber, und wird in Zukunft noch wichtiger», so Niggli.

In Brüssel sollen dank dem Büro also Aufträge und Projekte an Bord geholt werden. Ausserdem werden Fachleute vor Ort sein, um dort die Aufträge zu bearbeiten. «Speziell ist, dass wir beim FIBL zu allen Themen kompetente Leute haben und doch alles aus einer Hand kommt», sagt Urs Niggli.

Bleibt Standort Frick wichtig?

Bei all den Engagements des Aargauer Forschungsinstituts auf der ganzen Welt stellt sich allerdings auch die Frage: Wie viel Knowhow bleibt noch in Frick? Werden bald mehr Experten im Ausland als im Inland tätig sein? Soweit komme es nicht, beruhigt Niggli.

In den nächsten Jahren soll das FIBL in Frick laut Niggli ausgebaut werden, für über 20 Millionen Franken. Geplant sind unter anderem neue Labors und ein Gewächshaus. Auch eine Aufstockung der Mitarbeiter von 180 auf 220 ist geplant.