Aargauer Förster wollen mehr Geld für Waldbesitzer

Der Aargauische Försterverband will eine Volksinitiative lancieren und damit rund 16 Millionen Franken vom Kanton fordern. Die Förster und Waldbesitzer sollen damit für ihre Arbeit entschädigt werden. Der Grund: Der Holzpreis sei so tief, dass es sich nicht mehr lohne im Wald zu arbeiten.

Ein Förster begutachtet Bäume im Wald.

Bildlegende: 3000 Unterschriften benötigt der Aargauische Försterverband für die geplante Volksinitiative. Keystone

Die Ansprüche der Öffentlichkeit an den Wald würden stets grösser und die Aktivitäten der Besucher extremer werden, schreibt der Aargauische Försterverband. «Zudem kämpfen wir mit Witterungsextremen und Baumerkrankungen», sagt Oliver Frey, Präsident des Aargauischen Försterverbandes, gegenüber Radio SRF.

Durch die schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen würden sich Mehrkosten ergeben. Dies könne man nicht allein durch die Erlöse aus dem Holzverkauf finanzieren, vor allem nicht mit solch tiefen Preisen. Der Verband will mit einer Volksinitiative 25 Franken pro Kopf der Bevölkerung vom Kanton fordern.

Dies soll die prekäre Situation der Waldbesitzer verbessern. Im Aargau sind dies vor allem Ortsbürgergemeinden, die über keine eigenen Steuereinnahmen verfügen. Mit der Unterschriftensammlung für die Volksinitiative startet der Försterverband im März 2016.

Der Verband

Der Aargauische Försterverband wurde 1900 gegründet. Aktuell hat der Verein 183 Mitglieder aus verschiedenen Berufen rundum den Wald. Dazu gehören also zum Beispiel Forstwarte, Förster, Forstingenieure, aber auch Landwirte.