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Aargau Solothurn Aargauer Grosser Rat einigt sich auf 6 Windkraft-Standorte

Das Parlament hat am Dienstag im Richtplan die Standorte festgelegt, auf denen Windkraftanlagen gebaut werden können. Den Beschlüssen ging ein Seilziehen um das Windpotenzial und die Umweltbeeinträchtigung dieser Standorte voraus.

Unbestritten waren die Standorte Burg (Wölfliswil, Oberhof, Kienberg SO), Lindenberg (Beinwil im Freiamt) und «Uf em Chalt» (Staffelbach, Williberg). Die Standorte Laubberg (Gansingen, Mettauertal) und Heitersberg (Bellikon, Bergdietikon) wurden entgegen dem Antrag der vorberatenden Kommission ebenfalls aufgenommen.

 Wessenberg fällt weg, Hundsruggen kommt dazu

Windräder im Berner Jura
Legende: Wie hier im Berner Jura stehen vielleicht schon bald im Aargau Windräder. Das Parlament legte heute 6 Standorte fest. Keystone

Nicht im Richtplan Aufnahme fand der Standort Wessenberg (Mandach, Hotwil, Mettauertal). Nach der Kommission war auch das Parlament grossmehrheitlich der Meinung, dass dieses Gebiet zu wenig geeignet ist. Keine Gnade fanden fünf von Hansjörg Wittwer (Grüne/Aarau) vorgeschlagene Gebiete.

Das von Roland Agustoni (GLP/Rheinfelden) ins Spiel gebrachte Gebiet Hundsruggen (Zeiningen) fand Aufnahme in den Richtplan. Verworfen wurde dagegen der Antrag von Sämi Richner (EVP/Auenstein), die Region Hochrüti (Kirchleerau) zu einem Windkraft-Standort zu erklären, obwohl für dieses Gebiet bereits ein konkretes Projekt besteht.

Die idealsten oder viele Gebiete aufnehmen?

Es bestehe keine Dringlichkeit für die Anpassung des Richtplans, meinten die Grünen vorgängig im Rahmen der allgemeinen Diskussion, denn es kämen in Zukunft noch weitere Gebiete dazu. SP, GLP, CVP/BDP und EVP sprachen sich dafür aus, alle derzeit in Frage kommenden Gebiete in den Richtplan aufzunehmen.

Es sollen nur jene Standorte in den Richtplan aufgenommen werden, die vom Windaufkommen Sinn machen und die von den Standortgemeinden akzeptiert werden, hiess es dagegen von Seiten der SVP. Und die FDP sprach sich dafür aus, dass klare Kriterien festgelegt werden, wo Windanlagen gebaut werden können und wo nicht.

Gewisse Minimalforderungen bezüglich der Windstärke und des Abstandes zu den nächsten Wohngebäuden sollten schon eingehalten werden, meinte Baudirektor Peter Beyeler. Jede Gemeinde könne aber auch später noch beantragen, dass ein Standort in den Richtplan aufgenommen werden soll.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Rudolf Wehrli, Remetschwil
    Die Schönheit der Windräder liegt im Auge des Betrachters. Sie sind Merkpunkte in unserer überbauten Landschaft wie Burgen und Brücken, Kathedralen und Flughäfen, Serpentinen und gewaltige Staumauern, die ganze Täler fluten. Sie sind die Leuchttürme eines neuen Zeitalters. Auf dem Aargauer Heitersberg im speziellen gibt es seit der Baureife keinen einzigen der von den Gegnern herbeigelogenen Gründe gegen Windräder, die nicht in sechsjähriger Pionierarbeit objektiv ausgeräumt worden...
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  • Kommentar von Thomas Leitlein, Meisterschwanden
    300 GWh Windstrom lassen sich hier leicht produzieren, das ist 0,5 % des nationalen Stromes. Klar, kann Herr Scholl Vergleich anbringen, wen wundert es, denn bei 5 Mio pro WEA kann man nicht die Leistung von 5 Mrd erwarten. 10 % Windstrom in der CH, das ist ein grosser Schritt für das kleine Land. Denn wir haben ja noch Wasser und Sonne wie in der Sahara, wenn wir in die Alpen gehen und Biomasse bis zum Abwinken und überhaupt motivierte Leute, welche etwas von der Sache verstehen.
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  • Kommentar von Theresia Meier-Wettstein, 5453 Remetschwil
    Ich freue mich schon heute Windstrom aus der Region Heitersberg zu beziehen.
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