Aargauer Heimatschutz wehrt sich gegen Wasserkraftwerke in Buchs

Die Energiewende ist ein Dauerbrenner in der Schweizer Politik. Die einen kämpfen gegen den Atomausstieg, die anderen wollen auf erneuerbare Energien setzen. Dieses Umschwenken ist jedoch kein einfaches Unterfangen, wie ein Beispiel in Buchs zeigt.

Kleinwasserkraftwerk

Bildlegende: Kleinwasserkraftwerke, wie hier im Kanton Luzern, funktionieren nach demselben Prinzip wie grosse Wasserkraftwerke. Keystone

Vier neue Kleinkraftwerke wollen die Industriellen Betriebe Aarau IBA im aargauischen Buchs bauen. Dafür müssten drei Wehre aus dem 19. Jahrhundert abgerissen werden. Gegen dieses Vorhaben wehrt sich der Aargauer Heimatschutz mit einer Einsprache.

Geschichte und Energiewende möglich

«Die Wehre sind von hoher industrie- und kulturhistorischer Bedeutung», erklärt Henri Leuzinger, Geschäftsführer des Aargauer Heimatschutzes gegenüber Radio SRF. Früher haben Firmen mit dem gestauten Wasser Maschinen angetrieben und Bauern ihr Kulturland bewässert.

Bei der Gemeinde Buchs ist man sich der Bedeutung dieser Zeitzeugen bewusst. Trotzdem sagt Gemeindeammann Urs Affolter:

«  Die Energiewende ist nur möglich, wenn wir auch nach vorne blicken und nicht nur zurück. »

Man prüfe jetzt die beiden Interessen, das der IBA und jenes des Heimatschutzes. Anstatt nur A oder B könnte eine Variante C, also eine Kompromisslösung, zum Zug kommen. Der Heimatschutz schlägt vor, einfach eines der drei historischen Wehre stehen zu lassen. Der definitive Entscheid wird im Herbst erwartet.