Aargauer Heimatschutz will Sääli in Restaurants retten

Immer mehr Sääli verschwinden, diese Hinterzimmer in Restaurants, wo der Schützenverein seine Trophäen aufbewahrt und wo Vereine ihre Sitzungen abhalten. Der Aargauer Heimatschutz lanciert nun in Zusammenarbeit mit dem Wirteverband eine Rettungsaktion. Das Kulturgut Sääli soll bleiben.

Fahne der Pistolenschützen Möriken-Wildegg

Bildlegende: Fahne der Pistolenschützen Möriken-Wildegg: Im Säli der Dorfbeiz haben solche Embleme jeweils einen Ehrenplatz. Keystone

In diesen Tagen erhalten die rund 1600 Wirte im Aargau Post ihres Verbandes. Sie sollen einen detaillierten Fragebogen ausfüllen. Es geht um das Sääli. Hat das Restaurant noch einen Saal? Wie sieht er aus? Was ist darin? Wie wird er benützt?

Das alles will der Wirteverband wissen. Und vor allem will es der Aargauer Heimatschutz (AHS) wissen. Er hat das Projekt nämlich lanciert und den Fragebogen erstellt.

Die Antworten will der AHS sammeln und publizieren. Er will damit einen Beitrag zum Erhalt der Sääli leisten. Für den AHS sind diese Räume ein Kulturgut. Eines aber, das bedroht ist.

AHS-Geschäftsführer Henri Leuzinger: «Sie rentieren nicht, weil sie zuwenig benutzt werden. Deshalb verschwinden sie häufig bei Umbauten. Wir wollen den Leuten zeigen, dass man dort Treffen und Veranstaltungen machen kann. Es muss nicht immer ein richtiges Seminarhotel sein.»