Aargauer Jäger starten Charme-Offensive

Im Wald häufen sich die «Begegnungskonflikte», stellen die Aargauer Jäger fest. Sportler, Hündeler und Jäger verstehen sich nicht immer gut, wenn sie im Grünen aufeinander treffen. Mit Comics in einem «Jagdknigge» wollen die Jäger nun das Gespräch suchen – und nehmen sich auch selbst aufs Korn.

Zeichnung von Jägern, die vor einer Joggerin den Hut ziehen, daneben ein Hirsch und ein Fuchs.

Bildlegende: Die Comics für die Aargauer Jäger hat Jonas Brühwiler gestaltet, der auch im «Nebelspalter» zeichnet. zvg / Jagd Aargau

«Die Erfüllung unserer gesetzlichen Verpflichtung, nämlich die tierschutzkonforme Bejagung der Wildtiere, ist mit der Zunahme der Freizeitaktivitäten schwieriger geworden», wird Rainer Klöti, Präsident von Jagd Aargau, in einer Medienmitteilung zitiert.

Oft werde nicht oder falsch verstanden, wenn Jäger intervenieren und sich
für mehr Ruhe und damit für das Wohl der Wildtiere einsetzen. Ein Faltprospekt soll nun helfen, «die Begegnungskultur zu verbessern». Die Jäger sprechen vom «Jagdknigge».

Mit Comics nehmen die Jäger verschiedene, typische Konfliktpunkte auf. Der Faltprospekt kommt dabei durchaus selbstkritisch daher. «Er ist auch ein Aufruf an die Jägerinnen und Jäger, die Begegnungen mit der Bevölkerung mit einer freundlichen, professionellen Ausstrahlung zu gestalten», erklärt Klöti.