Aargauer Parlament bewilligt Deponie Sisslerfeld

Der Aargauer Grosse Rat hat eine Anpassung des Richtplans im Sisslerfeld bei Eiken bewilligt. Damit kann eine 10 Meter Tiefe Senke mit Aushube aufgefüllt werden. Später soll an diesem Platz ein Industriegebiet entstehen.

Das grasbedeckte Sisslerfeld im Nebel. In der Deponie grasen ein paar Kühe

Bildlegende: Die Deponie Sisslerfeld an einem nebligen Morgen im Oktober SRF Alex Moser

Auf dem Gelände der geplanten Deponie im Sisslerfeld wurde früher Kies abgebaut. Deshalb ist dort nun eine 10 Meter tiefe und 90'000 Quadratmeter grosse Mulde. Jahrelang suchte man nach einem Investor, der sich in dieser Mulde niederlassen sollte. «Man wurde jedoch nicht fündig», erklärt Erich Erne, VR-Präsident von der Erne Group.

Wenig Platz für Aushub

Ernes Baufirma wird die Deponie betreiben und dafür sorgen, dass die Grube wieder gefüllt wird. In einigen Jahren sollte dies der Fall sein. «Es ist ideal, dass wir diese Grube füllen können», erklärt Erne. Denn eine weitere Grube, um Aushub zu deponieren, ist in der Region erst in einigen Jahren bereit. Deshalb hat man offenbar ein Platzproblem.

Der Problem mit dem Aushub

Einen Überfluss an Aushub kennt man in der Schweiz erst seit einigen Jahren. Früher hatten die Kiesgrubenbetreiber eher Schwierigkeiten die ausgebeuteten Gruben wieder zu füllen. Heute ist es umgekehrt. «Es gibt mehr Terrassenhäuser und zudem wird mehr in die Tiefe gebaut», erklärt der kantonale Deponieplaner Werner Baumann.

Aushubhügel entstehen

Dadurch entsteht ein Überfluss an Aushub. Zudem wird mehr Beton und Aushub recycelt. Das bedeutet, dass es rund 20 Prozent weniger Kies braucht. Im Kanton Aargau geht man deshalb langsam dazu über nicht mehr nur Löcher zu füllen, sondern auch Hügel mit Aushub anzulegen. «Diese kann man jedoch unauffällig in die Landschaft einfügen», erklärt Baumann.