Aargauer Radprofi Silvan Dillier freut sich über Qualifikation

Zum ersten Mal seit 1984 startet die Schweiz an Olympischen Spielen wieder mit einem Bahnvierer in der Mannschaftsverfolgung. Den Quotenplatz haben sich die Schweizer vor dem Abschluss der Qualifikationsphase gesichert. Einer der besten Fahrer ist Silvan Dillier. Er freut sich über den Erfolg.

Vier Velofahrer.

Bildlegende: Das Team Schweiz mit Silvan Dillier (3. von links) an der Bahn-EM in Grenchen 2015. Keystone

An der WM in London (2. bis 6. März 2016), dem letzten von zehn Qualifikationswettkämpfen, könnten sich die Schweizer theoretisch gar einen «Nuller» leisten. Dank den gesammelten Punkten in den letzten beiden Jahren können die Schweizer nicht mehr aus den geforderten Top neun des entsprechenden Rankings verdrängt werden.

Es fällt deshalb nicht ins Gewicht, dass Teamleader Stefan Küng wegen seiner Erkrankung (Pfeiffersches Drüsenfieber) noch nicht wieder fit ist. Er muss für die WM Forfait geben.

Während der Qualifikationsphase hat sich das Team von Nationaltrainer Daniel Gisiger stetig gesteigert. Mit einem Schweizer Rekord und Platz 2 an der Heim-EM in Grenchen erreichten die Leistungen des Bahnvierers ihren Höhepunkt.

Trainer und Velodrome verantworltich für Erfolg

Das Erfolgsrezept sei vielfältig, sagt Dillier auf Anfrage von Radio SRF. Trainer Daniel Gisiger habe am meisten geholfen. Er sein ein humaner Trainer, der die Athlethen genau so fördere, dass sie auch Jahre später noch mit viel Freude fahren.

Zudem helfe das neue Velodrome Grenchen beim Training. «Die Bahn ist 250 Meter lang, entspricht den Normen, so können wir besser trainieren. Zudem ist das Velodrome nahe bei Magglingen gelegen», erklärt Dillier gegenüber Radio SRF.

Medaillenchancen für Schweizer Team

Küng und Co. zählen in Rio in der «Königsdisziplin» des Bahnradsports gar zu den Medaillenkandidaten. Die Investitionen von Swiss Cycling und Trainer Gisiger in das Bahnprojekt haben sich ausbezahlt. An der WM wird anstelle des abwesenden Stefan Küng entweder Olivier Beer oder Claudio Imhof ins vierköpfige Team rutschen.

Gisiger nominierte das Duo zusammen mit Silvan Dillier, Frank Pasche und Théry Schir, die in Grenchen nebst Küng zum erfolgreichen Silber-Team gehört hatten. In welcher Zusammensetzung die Schweiz die WM bestreitet, entscheidet sich erst vor Ort. Die vier besten Fahrer dürfen mitfahren.

Noch offen ist, ob die Schweiz in Rio auch im Omnium, dem Mehrkampf über sechs Disziplinen, einen Teilnehmer stellen wird. An der WM soll Gaël Suter, der in Grenchen verletzungsbedingt gefehlt hatte, der Schweiz den entsprechenden Quotenplatz sichern. Suter überzeugte zuletzt mit einem 7. Rang am Weltcup in Hongkong.

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Heute im «Regionaljournal» um 17:30 Uhr auf Radio SRF 1.